Gegen den amtierenden deutschen Meister aus Wasserburg gelingt den Eisvögeln ein 66:58 (27:25)-Heimerfolg. In den entscheidenden Situationen machen die Freiburgerinnen alles richtig. Ein Treffen alter Bekannter ist im Alltag mit viel Freude verbunden – man kennt sich, man schätzt sich. Im Basketball ist dies ähnlich – mit einem entscheidenden Unterschied: denn man kennt sich mit der Zeit so gut, dass man sich perfekt auf die Eigenschaften des Gegenübers einstellen kann. So ging es auch den beiden Dauerbrennern aus Freiburg und Wasserburg, als diese in der Uni-Halle aufeinandertrafen.

Im Angriff hatten sich die beiden Teams in der ersten Hälfte weitestgehend neutralisiert, was auch den niedrigen Halbzeitstand erklärt. Fast hätten sich die Gäste im Anfangsviertel abgesetzt, nach besserem Start der Eisvögel verschafften sie sich mit einem ersten Lauf leichte Vorteile (6:10, 5.Minute). Doch die Freiburgerinnen kamen von nun an wieder zu vielen Abschlussmöglichkeiten, die sie allerdings nur sehr spärlich nutzten – mit einer leichten Führung ging es dennoch in die Halbzeitpause.

Aus dieser kamen die Eisvögel deutlich zielstrebiger heraus: innerhalb weniger Minuten hatten sie die bislang höchste Führung zu verzeichnen (35:29, 34. Minute). Doch die Wasserburgerinnen antworteten mit ihrer geballten Qualität und Erfahrung und konnten so innerhalb kürzester Zeit wieder ausgleichen. Dreipunktspiele von Svenja Brunckhorst und Judie Lomax sowie ein erfolgreicher Abschluss von Mirna Paunovic zwei Sekunden vor der Pausensirene verschafften den Eisvögeln jedoch den alten Vorsprung wieder zurück. Im letzten Viertel versuchten die Gäste, mit einer Zonenverteidigung den Eisvögeln den Wind aus den Segeln zu nehmen. Diese zeigten sich davon zunächst unbeeindruckt und punkteten weiter, doch häuften sich nun erneut die Ballverluste. Die Gäste schlugen daraus sofort Kapital, beim Spielstand von 55:52 war plötzlich wieder alles offen. Doch das Selbstbewusstsein der Freiburgerinnen lässt sich im Moment wohl kaum in Worte fassen: Mirna Paunovic traf umringt von Gegenspielerinnen, anschließend stellte Jule Schindler mit einem Dreipunktewurf den ursprünglichen Vorsprung wieder her. Nun hielt es niemanden mehr auf den Sitzen, ein Erfolg gegen den deutschen Meister rückte in greifbare Nähe. Als dann Wasserburg trotz Freiwürfen erneut keine Punkte erzielte und der Ball sicher in Freiburger Händen war, war der Jubel groß.

Das erste Heimspiel des Jahres 2012 konnte erfolgreich zu Ende gebracht werden, und dies gegen einen ausgesprochenen Angstgegner. Das sollte Aufwind geben für die nächsten Aufgaben, die bereits lauern: am kommenden Samstag steht das Auswärtsspiel bei den BC Pharmaserv Marburg auf dem Programm. Und das sind ebenfalls alte Bekannte…

Quelle: USC Eisvögel Freiburg e.V. (http://www.usc-eisvoegel.de)