„Wir haben heute ganz viel von dem, was wir uns vorgenommen haben, nicht umgesetzt“, so der völlig bediente Eisvögel Headcoach Stefan Mienack um 21:35 Uhr in der Freiburger Unihalle. 125 Minuten zuvor war das zunächst einmal der Spielbeginn, der erneut in die Hose ging. 3 zu 14 stand es nach wenigen Minuten. Um 20:13 Uhr standen dann zwei andere Werte im Mittelpunkt der Analysen: 28 und 56. Die Wurfquoten beider Teams zur Halbzeit (Spielstand: 27:35).

20:27 Uhr: Der Förderverein für Mädchenbasketball ist um 330 Euro reicher. Die lebendige Pausenauktion für die Originaltrikots von Mirna Paunovic, Vonnie Turner und Sissi Höre spülte ein sattes Sümmchen in die Nachwuchsarbeit.

Es ist nicht so, dass es nichts Berichtenswertes aus der zweiten Halbzeit zu erwähnen gäbe. Doch der Erlebnisbericht ist nicht das Genre der Eisvögelpresse und: Es soll ja einen Grund geben, sich die tollen Heimevents der USC-Damen live in der Halle anzuschauen. Toll war auf jeden Fall die Aufholjagd der Eisvögel, die dann irgendwann einmal mit einem Punkt in Führung lagen. Doch toll war auch, dass jeder der knapp 700 Zuschauer, der bisher mit dem Namen Jessica Höötmann (die Nummer 17) nichts anfangen konnte, die Einmeterneunzigfrau mit dem guten Wurf jetzt kennt. Mit ihren 19 Punkten unterstützte sie maßgeblich Topscorerin Jasmine Byrd (#22), die an diesem Abend von den Eisvögeln nicht gestoppt wurde.

Üben und auf das Wesentliche konzentrieren: Charlotte Höre hat schon damit angefangen.

Um 21:10 Uhr war der Spuk dann vorbei. Und das Zahlenwirrwarr perfekt. Eklatante Unterschiede in den Statistiken Wurfquote (37:55 Prozent), Freiwürfe (9:19) und Fouls (17:10) sprachen eindeutig für die GiroLive Panthers. Komisch nur, dass die Eisvögel ureigene Kategorien gewohnt sicher für sich entschieden: Steals und erzwungene Ballverluste des Gegners. Und dabei hatte man 68 mal auf den gegnerischen Korb geballert und damit 19 mal mehr als der Gegner (49). Wie geht denn das?

Der Amerikaner nennt es „low performance“. Es ist die Leistung, die nicht der (eigenen) Erwartungshaltung entspricht. Es waren am Ende einige „low performances“ zu viel im Team weiß. Einige zu viel. Einige, die Jasmine Byrd und den Ihren einen 17-Punkte Sieg im Breisgau ermöglichten. Das ist erst einmal nicht Besorgnis erregend und passiert in jeder Saison irgendwann einmal. Die Eisvögel und ein um 21:51 Uhr bereits aufgeräumterer Cheftrainer Stefan Mienack („Mir ist jetzt alles klar“) müssen jetzt nur die richtigen Lehren ziehen und „üben“ (Lieblingswort eines Freiburger Fußballlehrers). Von Montag bis Freitag. Und am Samstag ganz viel davon umsetzen. Denn da kommt der Deutsche Meister. Um 19:30 Uhr. In die Unihalle. Wir drücken die Daumen!

Was noch fehlt:

Die Statistiken. Beim Verzehr übergroßer Mengen dieser Statistiken können Nebenwirkungen wie Unwohlsein, Übelkeit oder gar Schwindel auftreten. Konsultieren Sie in einem solchen Fall sofort Ihren Hausarzt (und vergessen Sie nicht das Lächeln…).

Quelle: USC Eisvögel Freiburg e.V. (http://www.usc-eisvoegel.de)