Prote Jungs fertigen Würzburg deutlich mit 119:62 ab

Die deutliche Ansprache noch unmittelbar nach der bitteren Pleite bei Schlusslicht Treuchtlingen hat offenbar so richtig gesessen. Denn die Baskets zeigten sich sowohl unter der Woche im Training als auch pünktlich zu Spielgewinn wieder von ihrer Heimspiel-Seite und fertigten die Bundesligareserve aus Würzburg mit 119:62 (70:34) ab.

Von der ersten Sekunde an war klar, dass sich die Spieler von Trainerduo Prote/Winter einiges für die Partie vorgenommen haben. Lubos Novy war gleich zu Beginn hellwach und sorgte für die ersten Punkte auf Seiten der Baskets. Innerhalb von nur drei Minuten zogen die Baskets auf neun Punkte davon (11:2). Davon sollte sich das junge Würzburger Team, das unter der Woche überraschend den Abgang ihres Cheftrainers hinnehmen musste, nicht mehr erholen. Die TSV Cracks bauten den frühen Vorsprung durch eine geschlossene Teamleistung kontinuierlich aus. Sieben „Dreier“ bei acht versuchen und insgesamt 25 Punkte schenkte allein Justin Halleran den Würzburgern dabei in der ersten Halbzeit ein. Weil auch Joey Fuca (3), Fredi Bikandi(1), Niki Märkl (2) und Igor Jurakic (1) hochprozentig von der Dreierlinie trafen und Jodi Kreutzer in der Defensive für die nötige Aggressivität sorgte, gingen die ersten beiden Viertel (35:15; 35:19) überdeutlich an die Hausherren.
„Wir haben eine perfekte erste Hälfte gespielt und absolut hochprozentig geworfen. Ich hab allerdings die Gefahr gesehen, dass die Konzentration und Motivation der Jungs nachlässt und sie sich auf der Führung ausruhen.“, so Prote.

Doch die Angst des Vilsbiburger Headcoaches war völlig unbegründet. Denn die Baskets machten in der zweiten Halbzeit genau dort weiter wo sie in der ersten Hälfte aufgehört haben. Kreutzer, Fuca und Halleran setzten die gegnerischen Aufbauspieler permanent über das ganze Feld unter Druck, verursachten so zahlreiche Ballverluste die prompt per Fastbreak in Zählbares umgewandelt wurden. Kwame Duku und Lubos Novy waren untern den Brettern sowohl defensiv als auch offensiv ein Macht und Igor Jurakic fand beim Zug zum Korb immer wieder den freien Mann und legte uneigennützig ab. Nach dem dritten Viertel (22:13) hatten die Baskets bereits 92 Punkte erzielt und gingen mit einer 45-Punkte Führung in den letzten Spielabschnitt. Und obwohl das Spiel zu diesem Zeitpunkt längst gelaufen war, hielten die Vilsbiburger das Tempo weiter hoch und spielten sich den Frust vom vergangenen Wochenende von der Seele. Justin Halleran avancierte am Ende mit 41 Punkten (davon 8 Dreier bei zehn Versuchen) zum Topscorer der Partie und zeigte eins seiner besten Spiele im Baskets Trikot. Obwohl man die letzten fünf Minuten einige Gänge nach unten schaltete, wurde der Schlussabschnitt (27:15) souverän gewonnen. Am Ende konnten die Vilsbiburger mit einem 119:62 den vierten Heimsieg in Folge feiern und bleiben somit das heimstärkste Team der Regionalliga. „Heut war ein Spiel in dem einfach alles gepasst hat. Unsere Fans haben und erneut in jeder Minute nach vorne gepeitscht, wir haben diszipliniert und konzentriert gespielt und alles umgesetzt, was wir uns die Woche über im Training vorgenommen haben.“, so Prote.

Diese Leistung gilt es nun auch endlich einmal auswärts zu bestätigten. Am besten wäre es natürlich mit einem Sieg am kommenden Wochenende. Denn dann gastieren die TSV’ler auswärts beim Tabellenvierten in Weiden und wollen endlich den ersten Auswärtssieg an die Vils holen.

Für die Baskets spielten (Punkte/Dreier): Kreutzer (4), Sondershaus, Fuca (28/3), Jurakic (3/1), Goderbauer, Novy (24), Bikandi (3/1), Halleran (41/8) und Duku (9)

Quelle: TSV Vilsbiburg 1883 e.V. (http://www.baskets-vilsbiburg.de/)