Eisvögel Fan mit Fanschal (Bild: A. Keller)

Aggressivere Verteidigung, Kämpfen um jeden Ball, Dominanz in den Rebounds. Was wie ein Gameplan klingt, war die Geschichte der ersten Halbzeit. Nach holprigem Start gingen die Eisvögel mit deutlich mehr Engagement als die Panthers zu Werk, packten bei den zweiten Chancen zu, waren aggressiver und bauten Stück für Stück eine komfortable Führung aus. Auch die zwischenzeitlich eingeworfene Osnabrücker Zonenverteidigung konnte da nicht viel ändern. 37:25 hieß es völlig zu Recht zur Halbzeit.

Der Start in die zweite Halbzeit misslang. Während die Panthers mit drei offenen Layups bis ans Freiburger Brett vordrangen, versuchten es die Eisvögel völlig unerklärlich und ausschließlich aus der Distanz. Ohne jeden Erfolg. Der 6:0 Start brachte Osnabrück wieder ins Spiel. Als dann auch noch Freiburgs Beste an diesem Abend, Brooque Williams, in der 26. Minute ihr viertes Foul erhielt, schienen dem USC die Felle wegzuschwimmen. Doch das Team fing sich. Und schnupperte am Sieg. Wild ging es in der Crunch time zu. Mit einer Sechs-Punkte-Führung gingen die Eisvögel in die letzten drei Minuten. Turn over über Turn over erlaubten sich da beide Teams. Nicht schön anzuschauen, aber spannend. Und dann ging es Schlag auf Schlag.

Zwei Freiburger Korbleger hätten das Spiel entscheiden können, gingen jedoch daneben. Noch 55 Sekunden zu spielen. Freiburg mit 53:50 in Front. Ashley Daniels verweigert etwas desorientiert bei 2 Sekunden auf der Shot Clock den Korbleger. Erneut Ballverlust. Sheahin gleicht erstmals seit 36 Minuten mit einem Dreier für Osnabrück aus. Das Netz zappelt noch, da verwandelt Jule Schindler ebenfalls von der Dreipunktelinie. Doch im Gegenzug trifft Rodriguez erneut eiskalt. 56:56. Overtime.

Und die startet Osnabrück euphorisiert vom erfolgreichen Endspurt mit einem 10:0 Run. Spielerin der Zugabe ist Janina Wellers, die dem USC in dieser Phase gleich mehrfach einschenkt. Game over.

Ein wenig Glück und die Eisvögel hätten einen Big Win eingefahren. Doch gibt es Positives zu vermelden. Schindler im Aufschwung, Williams bärenstark, deutlich mehr Power im Freiburger Spiel. Der nächste Sieg wird kommen. Und er wird sehr süß! Gesund werden, weiter hart arbeiten und die Ernte einfahren! Go Eisvögel!

Quelle: USC Eisvögel Freiburg e.V. (http://www.usc-eisvoegel.de)