USC Eisvögel Freiburg: Wie gewonnen, so zerronnen

Eisvögel unterliegen Oberhausen nach guter erster Halbzeit noch mit 65:69 (40:33). Dabei ernüchtert insbesondere der Spielverlauf – es wäre mehr drin gewesen. Das erste Viertel begann so, wie man es von den Aufeinandertreffen dieser beiden Teams kennt: ein hohes Tempo von Anfang an, und dank vieler Wechsel auf beiden Seiten nur wenige Verschnaufpausen auf dem Feld. Das Ergebnis konnte sich dann auch sehen lassen: 25:24 stand es nach zehn Minuten für die Eisvögel. Und diese machten sich im zweiten Viertel daran, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Fast unbemerkt konnten sie sich absetzen, erlaubten den Gästen gerade einmal zehn Punkte, erzielten selbst sechzehn und konnten so mit einer 7-Punkte-Führung in die Halbzeitspause. Das Spiel verlief für die Freiburgerinnen absolut nach Plan. Bis jetzt.

Denn die zweite Halbzeit startete nicht besonders verheißungsvoll. Schon zu Beginn häuften sich die Freiburger Ballverluste, die die Oberhausenerinnen glücklicherweise nicht immer verwerten konnten. Dennoch schmolz der Vorsprung Punkt für Punkt, und in der 30. Minute konnten die Gäste erstmals wieder ausgleichen. Wer jetzt eine Trotzreaktion erwartete, wurde leider getäuscht: denn trotz großen Einsatzes blieb die Fehlerquote unverändert hoch, hart erkämpfte Bälle wurden leichtfertig wieder abgegeben. In acht Minuten kamen die Freiburgerinnen lediglich auf vier erzielte Punkte.

Und dennoch: mit ein bisschen Glück hätten die Eisvögel das Spiel noch für sich entscheiden können. Zwar ging Oberhausen ab der 34.Minute erstmals in Führung, doch zwei beherzte Abschlüsse von Tina Menz sorgten in der Schlussminute noch einmal für den Ausgleich. Mit einer starken Verteidigung eroberten die Eisvögel sogar nochmals den Ball, hatten die Chance zum Sieg – und konnten den Angriff nicht verwerten. Im Gegenzug schlossen die Gäste ihren Schnellangriff sicher mit Korbleger ab, der letzte Freiburger Angriff blieb ebenfalls ergebnislos, und auch das taktische Foul kam zu spät – Sarah Austmann konnte mit zwei erfolgreichen Freiwürfen den verdienten Sieg für die Gäste sicherstellen.

Für die Eisvögel ein herber Rückschlag, da sie sich für dieses Spiel viel vorgenommen hatten – und vor heimischem Publikum besonders motiviert waren. Die Niederlage wird sie wohl nicht aus der Bahn werfen, aber die Mannschaft muss nun reagieren. Möglichkeiten dafür gibt es zur Genüge: am kommenden Samstag geht es in Mainz um den Einzug ins Pokal-Halbfinale, und in der Woche darauf steht das nächste Ligaspiel im „Löwenkäfig“ in Halle auf dem Programm. Zwei Wochen, in denen viel auf dem Spiel steht.

Foto: Patrick Seeger