Nach mäßigem Start drehen die Eisvögel die Partie in Oberhausen. Auch ein Schlussspurt der Gastgeberinnen kann das 69:62 (38:30) nicht verhindern. Der Beginn der Partie war fast schon symptomatisch für die vergangene Trainingswoche der Eisvögel, in der zu selten die benötigten hohen Intensitäten erreicht wurden. Genauso startete das Team in die Partie – und wurden von den hochmotivierten Oberhausenerinnen sofort dafür bestraft. Mit 10:2 setzten sich die Gastgeberinnen ab, bevor eine erste Freiburger Auszeit diesen Lauf unterbrach. Zurück aufs Feld kamen die Freiburgerinnen wie ausgewechselt: innerhalb weniger Minuten drehten sie das Spiel, erzielten zwölf unbeantwortete Punkte in Folge – plötzlich stand es 15:10 für die Eisvögel!

Von nun an schienen die Freiburgerinnen das Spielgeschehen unter Kontrolle zu haben. Ihre Führung wuchs und schrumpfte in den folgenden Minuten, ohne jemals abgegeben zu werden. Den größten Vorsprung hatten die Freiburgerinnen dann zu Beginn des letzten Viertels, als sie mit 14 Punkten vorne lagen (61:47, 32. Minute). An der Führung der Eisvögel konnte auch die Schlussoffensive der Oberhausenerinnen nichts mehr ändern, so dass die Freiburgerinnen letztlich ungefährdet die Punkte aus dem Ruhrgebiet entführen konnten.

Aufgrund der personellen Umstrukturierung zu Beginn der Saison und dem schweren Auftaktprogramm geben die beiden Siege zum Auftakt Sicherheit im Rennen um einen Nichtabstiegsplatz. Ausschlaggebend für den Erfolg im ersten Auswärtsspiel der Saison war zum einen die deutliche Steigerung nach der ersten Auszeit. Zum anderen war es ein großer Vorteil, dass neun von zehn eingesetzten Spielerinnen sich auf der Scorerliste eintragen konnten. Und während sich in der Schlussphase die Verteidigung auf die vier Top-Scorerinnen (Hayes, Paunovic, Turner, Tracey) der Freiburgerinnen konzentrierten, sorgten die Eigengewächse Franziska Höre und Jule Schindler für die Entscheidung. Bei so viel mannschaftlicher Geschlossenheit gelingen selbst gegen besser besetzte Teams wie Oberhausen Punktlandungen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Eisvögel auch im kommenden Heimspiel gegen Meisterschaftskandidat Wasserburg zumindest zeitweise Oberwasser haben werden.