Gleich am ersten Spieltag gibt es in der Freiburger Uni-Halle Adrenalin pur. Erst mit der Schlusssirene entscheiden die Eisvögel das Auftaktspiel gegen Halle für sich. Dramatisch – war das Spiel in den Schlussminuten, als sich die Ereignisse überschlugen. Praktisch – war es für die Eisvögel, dass sie beim Season Opening vor heimischem Publikum auftreten konnten und so in der entscheidenden Phase lautstarke Unterstützung von den Rängen hatten. Gut – war es, dass der letzte Angriff der Hallenserinnen so effektiv verteidigt wurde, dass die Freiburgerinnen am Ende mit zwei Punkten die Nase vorne hatten (65:63).

In der fast restlos gefüllten Uni-Halle war den Eisvögeln zu Spielbeginn eine gewisse Nervosität anzumerken, welche die Gäste aus Halle zumindest in den Anfangsminuten nicht an den Tag legten. Mit einem schön herausgespielten Dreier begannen die Damen aus Halle die Partie und legten noch einige Punkte aus Schnellangriffen nach. Auf der Gegenseite verlegten die Eisvögel einige Male aus aussichtsreicher Position. Doch Mitte des ersten Viertels fanden die Gastgeberinnen ins Spiel, ließen die Gäste nun hart für ihre Abschlüsse arbeiten. Als die Eisvögel dann im zweiten Viertel selbst das erste Mal ins Rollen gerieten und zahlreiche Schnellangriffe abschlossen, wechselt erstmals die Führung und die Freiburgerinnen gingen mit einem kleinen Punktepolster in die Halbzeit (35:29).

Im dritten Viertel dominierte auf beiden Seiten die Verteidigung. Während die Freiburgerinnen selbst beste Wurfchancen ungenutzt ließen, kamen die Gäste aus Halle fast nur von der Freiwurflinie zu Punkten. Immerhin: die zahlreichen Halle-Fans in der Uni-Halle sowie das Freiburger Publikum schienen nie gelangweilt, zu viel Spannung lag schon zu diesem Zeitpunkt in der Luft. Diese Spannung erreichte dann schließlich im Schlussviertel ihren Höhepunkt. Erstmals seit dem Eröffnungsviertel erlangte Halle wieder die Führung, doch die Freiburgerinnen glichen postwendend aus. Dieses Spiel wiederholte sich mehrere Male. Als Jahzinga Tracey die Eisvögel mit 25,9 Sekunden verbleibender Spielzeit erneut in Führung brachte, hatte Halle nur noch eine Chance zum Ausgleich. Routiniert wurde die Uhr herunter gespielt, doch die Freiburger Verteidigung ließ keinen erfolgsversprechenden Wurf mehr zu. Mit der Schlusssirene verwandelte sich die Anspannung in den ersten Jubelsturm dieser Saison. Zum Auftakt in eine schwierige Saison einen hochklassigen Gegner besiegt – einen besseren Start hätte man sich nicht wünschen können!

Quelle: www.usc-eisvoegel.de