Eisvögel empfangen am Samstag Meister und Tabellenführer Saarlouis. Dabei ist im Vergleich zum Vorjahr nicht nur der Tabellenstand der Eisvögel, sondern auch der Hallenboden neu. Auch wenn es während der Saison bei gleichem Punktestand keine einheitliche Vorgehensweise gibt, eines ist unbestritten: die Gäste der Eisvögel an diesem Wochenende, die TV Saarlouis Royals, stehen mit vier Siegen aus vier Spielen an der Tabellenspitze. Ganz überraschend ist dies nicht, sind die Royals doch ihres Zeichens amtierender Deutscher Meister und Pokalsieger.

Etwas ungewöhnlicher – aber doch nicht ganz ohne Grund – sitzen die Eisvögel, punktgleich mit Halle, Marburg und Wolfenbüttel, mit drei Siegen den Royals in der Tabelle ganz dicht im Nacken. Die Vorzeichen für eine hochklassige und spannende Partie stehen also gut. Dazu spielen die Freiburgerinnen erstmals in dieser Saison wieder in der neueröffneten Uni-Halle. In dieser glänzt nun nach einer umfassenden Renovierung ein schicker Parkettboden. Und zu einer richtigen Halleneröffnung darf natürlich auch gegen den Tabellenführer gepunktet werden.

Die Gäste aus Saarlouis haben bereits in den ersten Spielen der noch jungen Saison gezeigt, dass sie ihren Weg aus der Vorsaison fortsetzen möchten. Einzig gegen die stark verstärkte Mannschaft aus Wolfenbüttel gewannen sie mit weniger als zehn Punkten Differenz (70:63), das Resultat vom vergangenen Wochenende gegen die Leipzig Eagles (82:60) war dann eher wieder standesgemäß. Auffälligste Akteurin bei Saarlouis ist Romy Bär, die erst kürzlich zur wertvollsten Spielerin (MVP) der abgelaufenen Saison gewählt wurde. An ihrer Spielstärke bestehen weiterhin keine Zweifel, mit durchschnittlich 21,5 Punkten, knappen neun Rebounds pro Spiel sowie Spitzenwerten in Ballgewinnen und Assists ist sie auch in dieser Spielzeit eine Garantin für die Erfolgsserie der Saarlouis Royals. Schützenhilfe bekommt sie dabei von ihrer Teamkollegin Petra Manakova, die ebenfalls regelmäßig zweistellig punktet, sowie den beiden Amerikanerinnen Tyresa Smith und Brittany Wilkins, die sich immer besser in die eingespielte Mannschaft zu integrieren scheinen. Dazu ist das Team von Coach Rene Spandauw mit der deutschen Nationalspielerin Stina Barnert, der Niederländerin Kelly Brugman sowie Janina Wellers auch auf den kleineren Positionen gut besetzt.

Auch die Eisvögel sammelten in diesem Jahr bereits beeindruckende Statistiken, und in beiden Heimspielen konnten sie sich bisher von ihrer besten Seite zeigen. Doch all dies spielt keine Rolle mehr, wenn am Samstag der erste Sprungball in der Luft ist. Ab dann zählen nur noch Punkte, Rebounds, und eroberte Bälle. Und falls die Eisvögel hier im Vorteil sind, dann ist auch die Mannschaft aus Saarlouis schlagbar. Unter der Woche hatten einzelne Freiburgerinnen mit leichteren Krankheiten zu kämpfen, der Kader der Eisvögel sollte allerdings bis zum Wochenende wieder größtenteils komplett sein. Der wichtige Sieg in Donau-Ries gab nochmals ordentlich Rückenwind für die Trainingswoche. Angesichts der folgenden Aufgaben gibt es auch am Samstag keine Punkte zu verschenken. Neue Halle, die eigenen Fans im Rücken, die Eisvögel in Top-Form… lassen wir uns überraschen! Spielbeginn ist am Samstag um 19:30 Uhr in der alten Heimat – der Freiburger Uni-Halle.