Eisvögel gewinnen ihr erstes Heimspiel gegen starke BG 89 Avides Hurricanes mit 88:81 (46:37). Für das Publikum war alles mit dabei: Dynamik, schöne Spielzüge – und am Ende Spannung pur.

Neue Spielerinnen, neue Anzeigetafel, neuer Gegner – das alles war zur Heimpremiere der Eisvögel für die Saison 2011/2012 geboten. Wobei die Chancen gut stehen, dass alle drei der Liga noch lange erhalten bleiben werden. Zwei der drei Neuen im Dress der Eisvögel, Svenja Brunckhorst und Judie Lomax, zeigten in ihrem ersten Heimspiel eine engagierte Vorstellung und trugen ihren Teil dazu bei, dass die Eisvögel am Ende als Sieger das Feld verlassen konnten. Die dritte im Bunde, Anneke Schlüter, wurde noch geschont. Die Anzeigetafel, bereits für künftige Regeländerungen vorbereitet, dürfte hoffentlich mehrere Jahre überstehen. Und auch der Gegner wird wohl keine Eintagsfliege sein: denn die Aufsteiger aus Rotenburg rechtfertigten alle Vorschusslorbeeren, traten von Beginn an forsch auf, spielten eine aggressive Verteidigung und überzeugten durch eine gute Wurfauswahl in der Offensive.

So entwickelte sich dann auch eine ansehnliche Partie, die nach nervösem Beginn immer mehr an Fahrt gewann. In den ersten Minuten kamen beide Mannschaften nur in Korbnähe zu erfolgreichen Abschlüssen, die meisten Versuche von außerhalb verfehlten ihr Ziel. Einzelaktionen prägten so das Bild in den ersten zehn Minuten, und mit einem leistungsgerechten 19:20 aus Freiburger Sicht ging es in die erste Pause. Danach entwickelte sich mehr und mehr eine packende Auseinandersetzung: die Hurricanes aus Rotenburg ließen keine Chance zum Wurf ungenutzt, auf der Gegenseite kamen die Eisvögel immer mehr mit der variablen Verteidigung der Gäste zurecht. Kurz vor der Pause platzte dann der Knoten: innerhalb kurzer Zeit setzten sich die Freiburgerinnen auf eine komfortable Halbzeitsführung (46:37) ab.

Als Jahzinga Tracey die zweite Hälfte dann auch noch mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf einläutete, schienen die Eisvögel die Partie im Griff zu haben. Doch so leicht gaben sich die Gäste nicht geschlagen: offensivstark wie wenig andere Mannschaften in der Liga fanden sie ins Spiel zurück, verkürzten den Vorsprung und konnten in der 29.Minute sogar erstmals seit dem Eröffnungsviertel wieder in Führung gehen (59:60). Freiburg reagierte sofort, dank schneller Ballgewinne und erfolgreicher Abschlüsse hatten sie bis zur letzten Pause wieder die Oberhand (64:60). Hier ging es nun Schlag auf Schlag: dank schöner Spielzüge und engagierter Verteidigung zogen die Eisvögel bis zur Mitte des Schlussviertels auf zwölf Punkte Differenz davon. Die Vorentscheidung? Nein, denn wieder konnten die Gäste in der Offensive glänzen, verkürzten Punkt um Punkt, bis das Spiel kurz vor Schluss auf Messers Schneide stand. Die Last der Verantwortung lag nun auf Yvonne Turner und Jule Schindler, die in den Schlussminuten an der Freiwurflinie standen. Beide blieben nervenstark, die Mannschaft verteidige die letzten Angriffe der Gäste souverän – und so blieben schließlich auch die Punkte im Breisgau.

Ein wichtiger Saisonsieg gegen unglaublich selbstbewusste Rotenburger, die in der Liga sicherlich noch für Furore sorgen werden. Für die Eisvögel eine gelungene Heimpremiere, die schon bald ihre Fortsetzung finden kann. Denn bereits am kommenden Samstag (8. Oktober) um 19:30 Uhr erwarten sie die BC Wolfenbüttel Wildcats zum nächsten Heimspiel.

Foto: Patrick Seeger