Eisvögel gewinnen gegen Rhein-Main Baskets am Ende deutlich mit 92:69 (44:33). Spielerisch gab es einige Aufs und Abs, die Einstellung stimmte aber durchweg. Auch wenn es bei den aktuellen Außenbedingungen noch etwas gewagt ist, ans Wellenreiten zu denken – das Spiel der Eisvögel konnte einen durchaus dazu verleiten. Denn es wechselten spielerische Glanztaten mit haarsträubenden Fehlpässen, stürmische Schnellangriffe mit minutelanger Punkteflaute.

Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack des Freiburger Publikums. Schon nach kurzer Eingewöhnungszeit bekamen die Eisvögel Oberwasser, stibitzten einen Ball nach dem anderen und fanden so schnell zu ihrem Spiel. Schon nach wenigen Minuten war der Vorsprung zweistellig, Rhein-Main nahm eine frühe Auszeit. Mit Erfolg – denn damit war die erste Erfolgswelle der Eisvögel gebremst, die Gäste kamen zunehmend besser ins Spiel. So konnten sie den Rückstand bis zur ersten Pause auf fünf Punkte verkürzen (24:19). Im zweiten Viertel das gleiche Bild: zunächst ein rasanter Beginn der Eisvögel, dann aber wieder Unachtsamkeiten in Angriff und Verteidigung. Zwei Schnellangriffe zum Ende der Halbzeit sorgten dennoch für einen beruhigenden Pausenstand.

Nach der Pause war offensiv allerdings erstmal wieder Flaute angesagt. Gleichzeitig sorgte Svenja Greunke, die Topscorerin der Gäste an diesem Abend, für mächtig Aufregung in der Freiburger Defensive. Dank ihrer zehn Punkte innerhalb von nur drei Minuten brachte sie ihre Farben nochmals an die Freiburgerinnen heran (50:45). Doch die nächste Welle ließ nicht lange auf sich warten: Birte Wehrenbrecht, Mirna Paunovic und Sarah Hayes sorgten postwendend für einen 10:0-Lauf der Eisvögel. Rückblickend kam dies praktisch einer Vorentscheidung gleich. Der Vorsprung der Eisvögel blieb von nun an zweistellig, und auch gelegentliche Aussetzer im Angriff konnten durch beherzte Verteidigung wieder wettgemacht werden.

Was bleibt sind zwei wichtige Punkte im Kampf um eine gute Ausgangsposition für die im April beginnenden Playoffs. Den Rhein-Main Baskets, die nun auf einem Abstiegsplatz stehen, könnten die Eisvögel am kommenden Wochenende mit einem Sieg nachträglich eine kleine Freude machen. Denn zum letzten Auswärtsspiel der regulären Saison geht es dann zum BBZ Opladen, der ebenfalls um den Klassenerhalt kämpft. Gleichzeitig müssen die Eisvögel dort gewinnen, um ihre Chance auf die oberen Plätze zu wahren. Ein erfolgreicher Saisonabschluss ist weiterhin erklärtes Ziel: denn wie die Eisvögel an diesem Samstagabend in der heimischen Uni-Halle zeigten, macht es einfach Spaß, auf einer Erfolgswelle zu reiten…

Foto: Patrick Seeger