USC Eisvögel Freiburg - Teamfoto DBBL 2013/2014

Es ist noch früh in der Saison, die Automatismen klappen oft noch nicht. Und dennoch waren die Erstliga-Basketballerinnen des USC Freiburg samt ihren Fans zufrieden.

Mit 75:70 (10:18, 23:14, 23:17, 19:21) gewannen die Eisvögel am zweiten Spieltag gegen Aufsteiger Royals Saarlouis und landeten damit den ersten Erfolg in der Spielzeit 2013/14.

154 Tage nach dem letzten Pflicht-Heimspiel merkte man den Eisvögeln an, dass sie sich einen gelungenen Auftritt vor eigenem Publikum sehnlichst wünschten. Sie wollten sich, umrauscht von den Anfeuerungsrufen der 800 Zuschauer, für die Mühen der Vorbereitungszeit und der zurückliegenden Trainingswoche belohnen.

Aber es wurde schnell deutlich, dass fast die Hälfte der Mannschaft noch nicht richtig fit ist. Fußverletzungen hatten dazu geführt, dass Co-Kapitänin Mariesa Greene, Brooque Williams, Julia Schindler und Ilka Hoffmann Trainingspausen einlegen mussten. Nationalspielerin Judith Schmidt war wegen Krankheit erst gar nicht im Kader und Juliane Hodapp erhielt nach einem Infekt keine Sekunde Spielzeit. Die Eisvögel legten jedenfalls einen schwachen Start hin – 10:18 stand’s nach dem ersten Viertel.

Trainer Stefan Mienack, der in seinem zweiten Jahr mehr Flexibilität in die Spielsysteme bringen wollte, muss im Training erst wieder an Grundsätzlichem feilen. Die Mannschaft soll schnell und attraktiv nach vorn spielen – aber auch hart und intensiv verteidigen. Die Defensivarbeit ist im Basketball – wie in fast jedem Ballsport – ein Job, bei dem es in erster Linie auf die Überwindung des inneren Schweinehundes und auf die körperliche Fitness ankommt. Wenn beide Komponenten nicht hundertprozentig vorhanden sind, kann eine Niederlage wie beim Saisonstart gegen Bamberg (69:77) herauskommen.

Es kann aber auch zum Erfolg reichen. „Immer wenn wir schnell, athletisch gespielt und intensiv verteidigt haben, waren wir stark“, analysierte USC-Trainer Stefan Mienack. Sein Gegenüber René Spandauw, ehemals auch Eisvögel-Coach, sah den Schlüssel für die Niederlage des Aufsteigers darin, „dass wir schwach waren beim Rebound“ – obwohl der Gast am Ende drei Bälle mehr vom Brett geangelt hatte als der USC (40:37).

Sehr froh über den knappen Sieg, den Brooque Williams mit zwei verwandelten Freiwürfen siebeneinhalb Sekunden vor Spielende sicherstellte, war Freiburgs US-Neuzugang Ashley Daniels. „Ich war so nervös, wollte alles besonders gut machen und vor allem niemanden enttäuschen. Das klappte zu Beginn gar nicht“, sagte die Centerin. Erst im zweiten Viertel, als Brooque Williams („Mach weiter, du kannst es“) ihrer Landsfrau gut zugeredet hatte, agierte Daniels mutiger. Die ehemalige Leichtathletin setzte einige Akzente, war hinter Williams (25 Punkte/13 Rebounds) sowohl beste Punktesammlerin (18) als auch Rebounderin (10) ihres Teams.

Und obwohl sie ein sehr zurückhaltendes Naturell besitzt, versprach die 23-Jährige: „Wenn die Automatismen besser greifen, dann sollte bei mir noch eine Steigerung möglich sein.“ Sprach’s, verabschiedete sich und zog sich zurück – zum Gebet.

Freiburg: Daniels (18 Punkte), Ch. Höre (3/davon 1 Dreier), Schlüter, F. Höre (4), Schindler (7/1), Williams (25), Hoffmann (5/1), Heck (nicht eingesetzt), Hodapp (n. e.), Greene (13). Saarlouis: Brodersen (13/1), Adams (6), Groß, Pohlmann (2), Meyer, Wimmer (n. e.), Kennedy (8), Tetschlag (35/1), Blazetic (2), Rahn (4). Schiedsrichter: Aichele/Aydogdu. Zuschauer: 800.

Quelle: USC Eisvögel Freiburg e.V. (http://www.usc-eisvoegel.de)