Diante Watkins / SC Rist Wedel (Bild: Claus Bergmann/www.crispy-images.com)

Der nächste Schritt, den Headcoach Sebastian Gleim nach dem 82:77 bei den Hertener Löwen zum Auftakt für die Saison-Heimpremiere 2013/14 angekündigt hatte, gelang den 1. Herren erst mit Verzögerung. Gegen die Herzöge Wolfenbüttel drehten die Rister vor knapp 500 Zuschauern in der Steinberghalle einen 37:41-Pausenrückstand und gewannen dank einer furiosen zweiten Halbzeit 83:69.

Dabei hatte zunächst fast alles für einen Start-Ziel-Sieg der Heimmannschaft gesprochen, die nach dem ersten Viertel 25:16 führte. Doch im zweiten Abschnitt düpierten die Gäste, die zum Saisonstart gegen Nachbar SUM Baskets Braunschweig 64:90 verloren hatten, die Wedeler um Kapitän Davey Hopkins mit einer Zonenverteidigung und einer hohen Trefferquote. Dem wie entfesselt aufspielenden Wolfenbüttler Stephen Schubert gelang mit seinem vierten Dreier zunächst der Ausgleich zum 33:33, kurz vor der Halbzeitsirene traf er erneut aus der Ferndistanz zum Pausenstand.

„Es war klar, dass sich die Herzöge gegen uns etwas einfallen lassen würden“, sagte Sebastian Gleim nach dem Spiel. „Wir müssen uns in mancher Hinsicht an die eigene Nase fassen.“ Ähnlich sah es Routinier Christoph Roquette: „Der Spielverlauf ähnelte dem in Herten. Wir sind erst richtig stark geworden, als uns der Gegner geärgert hat.“

Nach der Halbzeit stellten Lee Jeka und Janis Stielow jeweils per „Dreier“ zunächst Gleichstand her. Im weiteren Verlauf drehte dann insbesondere Diante Watkins auf. „Diante hat uns mit vielen gelungenen Aktionen in entscheidenden Phasen enorm geholfen“, sagte Gleim. Seine knapp 20-minütige Einsatzzeit nutzte Watkins für zehn Punkte aus dem Feld, eine 100-prozentige Freiwurfquote (zehn von zehn), drei Ballgewinne und ebenso viele Assists. „Er hat fast fehlerfrei gespielt“, lobte Gleim, für den aber letztlich wieder einmal das Teamwork den Ausschlag gegeben hatte. „Wir haben in der zweiten Halbzeit zusammengehalten, und das war der Schlüssel zum Sieg.“ Mit vereinten Kräften schafften es die Wedeler zudem, Wolfenbüttels Lamonte Thomas mit sieben Zählern weitgehend in Schach zu halten.

Ihr nächstes Spiel bestreiten die 1. Herren am kommenden Sonnabend, 12. Oktober, bei der Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB. Die Partie wurde von 19 Uhr auf 14 Uhr verlegt.

Statistik: Viertelergebnisse: 25:16, 12:25, 22:15, 24:13.

SC Rist: Diante Watkins (20 Punkte), Christoph Roquette (17), Davey Hopkins (13), Lee Jeka (11), Fabian Böke (8), Jens Hirschberg, Janis Stielow (je 5), Jonas Laatzen (3), Lennart Liebke (1), René Kindzeka, Fabian Strauß, Paul Owusu.

Herzöge Wolfenbüttel: Stephen Schubert (24), Demetrius Ward (19), Lamonte Thomas, Maximilian Pink (je 7), Tony Granz (6), Marcel Schwarz (4), Tobias Tessmann (2), Oliver Hahn, Cornelius Höpfner, Marius Pöschel.

Quelle: SC Rist Wedel e.V. (http://www.scrist-wedel.de/)