Nachdem die Anreise, die trotz des obligatorischen Staus auf der A9 gen Norden ohne Probleme absolviert wurde, war zunächst noch genug Zeit für die Münchner Damen, sich die Beine zu vertreten, bevor es an die Spielvorbereitungen ging. Da kam die Oldtimer-Ausstellung ganz in der Nähe gerade recht. Unter den zahlreichen klassischen Ostblock PKWs und Nutzfahrzeugen fanden die Damen dann auch gleich ihren neuen Teambus. Im Anschluss ging es dann in die Halle, denn alle waren heiß auf den Saisonstart.

Die Gastgeberinnen aus Chemnitz traten mit einer sehr jungen Mannschaft an, von denen sich viele schon mit den jüngeren der Jahnspielerinnen in mehreren WNBL-Playoffs Duelle geliefert hatten. Das Team von Coach Jeff Kremer startete dann auch so, wie man es von einer jungen, gut ausgebildeten Mannschaft erwartet: mit viel Tempo, hoher Intensität und sicheren Abschlüssen im Angriff. Die Friendsfactory-Damen hatten zunächst Schwierigkeiten, ihren Rhythmus zu finden, erlaubten sich zahlreiche individuelle Fehler und trafen vor allem aus der Distanz nur selten den Korb. So zeigte die Anzeigetafel in der Schlossteichhalle nach nur vier Minuten einen Spielstand von 10:2 für die ChemCats. Jetzt waren die Janlerinnen denn doch aufgewacht und nahmen die Herausforderung der Gegnerinnen an. Allen voran Sarah Kuschel (28 Punkte), die in der Offense und vor allem der Verteidigung ein überzeugende Leistung lieferte, nahm ihren Gegenspielerinnen ein ums andere Mal den Ball ab und ermöglichte so viele einfache Punkte und eine 20:18 Führung der Gäste nach dem ersten Viertel. Bis kurz vor der Halbzeit sah es dann so aus, als würde die Partie einigermaßen ausgeglichen in die Pause gehen, ehe die Friendsfactory-Damen nochmal den Turbo einlegten und die ersten 20 Minuten mit einem 10:0 Lauf und einer daraus resultierenden 39:30 Führung abschlossen.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Chemnitzerinnen weiterhin mit aggressiver Verteidigung den Rückstand zu verkürzen, kamen aber zu keinem Zeitpunkt auf weniger als sieben Punkte an das Team von Coach Basti Sturm heran. Dennoch war die Partie durch die intensive Verteidigung und das hohe Tempo auf beiden Seiten für die Zuschauer weiterhin eine spannende Angelegenheit. Am Ende gewannen die Münchnerinnnen doch deutlich mit 75:58, wenngleich die Gastgeberinnen streckenweise mindestens ebenbürtige Gegner waren.

Am nächsten Sonntag (16:00, Weltenburger Straße) steht jetzt das erste Heimspiel der Saison an. Dabei kommt der BC Erfurt nach München, der in der letzten Saison noch am letzten Spieltag im direkten Duell in der Tabelle an den Friendsfactory-Damen vorbeiziehen konnten.

Friendsfactory Jahn München II: Kuschel, Sarah (28 Pkt, 4/4 FW, 0 Dreier); Pfettner, Julia (13,2/4,3); Molz, Jella (9,7/8,0); Bieringer, Carolin (6,0/1,0); Obländer, Julia (6,0/0,0); Steiner, Franzi (5,1/2,0); Hürter, Vera (5,1/2,0); Becker, Vicky (3,1/2,0)

Quelle: TS Jahn München Basketball (http://www.ts-jahn-basketball.de/)