Im vergangenen Jahr ging es für uns (Squad Streetball) in den Kosovo um dort zum ersten Mal auf internationaler Bühne an einem 3×3-Turnier teilzunehmen. Die gesammelten Erfahrungen dort waren durchweg positiv, so dass wir für 2012 das klare Ziel hatten uns mehr im Ausland zu bewegen. Über das gesamte Jahr suchten wir nach Kontakten und Möglichkeiten uns mit Leuten aus anderen Ländern zu messen. Zeitgleich hatte die FIBA das Ziel formuliert, den 3×3-Streetball olympiatauglich machen zu wollen und ein neues Konzept samt Regelwerk veröffentlicht.

Dieses wurde gerade im Ausland genutzt, aber auch der DBB reagierte darauf und passte die Deutsche Meisterschaft an das neue System an. Eine offizielle Weltmeisterschaft und eine „World Tour“ sollten die absoluten Highlights im 3×3-Streetball sein. Die World Tour findet an fünf Standorten statt (Sao Paulo, Vladivostok, New York, Istanbul und Madrid). Die besten Teams treffen sich zum abschließenden Finale in Miami, um dort die internationale Krone und ein Preisgeld von 30.000 US-Dollar auszuspielen.

Hier sollte unser Sommer beginnen. Im 11500 km entfernten Vladivostok (Russland), bei dem zweiten Standort der FIBA 3×3 World Tour. Zu dritt traten wir die weite Reise an die Grenze von Nordkorea an und wurden bei dem Turnier nicht enttäuscht. Die professionelle Organisation und die Atmosphäre auf und abseits der Courts waren fantastisch. Gerade der neu eingeführte Schiedsrichter sollte die möglichen Spannungen zwischen den Spielern komplett regulieren. Gegner waren z.B. ehemalige College-Mitspieler von Rajan Rondo oder Profis aus den europäischen Top-Ligen. Es war eine riesen Erfahrungen und mit Stolz können wir behaupten das erste deutsche Team überhaupt bei der World Tour gewesen zu sein J.

Doch dies sollte erst der Anfang des Sommers sein. Die Teilnahme an der heimischen NRW-Tour war sowieso klar, dort sprang im Finale in Recklinghausen sogar der Vize-Titel heraus. Danach folgte eine Reise in den Norden Europas, nach Tallinn (Estland) und Riga (Lettland). In Tallinn fanden die alljährlichen Open statt mitten auf dem Rathausplatz. Dort trafen wir auf die internationalen Top-Teams der 3×3-Szene. Unteranderem der aktuelle Moskau-Open Gewinner aus Litauen war dort oder der Gewinner von 2011 aus Slovenien. Auch hier waren es Spiele auf höchstem Niveau, doch der Respekt unter den Spielern war immer vorhanden. Es hat Spaß gemacht, selbst wenn es mal eine hohe Niederlage gab.

In Riga durften wir dann außer Konkurrenz bei dem Ausscheidungsturnier für die Weltmeisterschaft teilnehmen als Gastteam. Der Gewinner durfte Lettland in Athen vertreten. Es waren ausschließlich Spieler der 1. Und 2. Lettischen Liga auf den Courts zu finden. Umso erfreulicher war es dann, dass wir dort einen Sieg einfahren konnten und in den weiteren nur knapp scheiterten. Auch hier war die Location wieder mal perfekte, denn 4 Courts wurden vor dem lettischen Unabhängigkeitsdenkmal bespielt.

Das nächste Turnier gab es dann in Hagen, das Finale von Deutschland. Bei sonnigen Temperaturen traf man dort auf die altbekannten Gesichter. Es scheint, als hätte sich dort ein harter Kern gebildet, der sich Sommer für Sommer auf der NRW-Tour und bei der Deutschen Meisterschaft trifft. Auch hier war die Organisation sehr gut und die Umstellung hat funktioniert. Nun fand am Samstag noch ein Kickz-Turnier in Mülheim statt, dort tummelten sich dann auch wieder alle bekannten Gesichter. Doch ein Team machte sich im Auto auf den Weg nach Kopenhagen um bei den Gam3 Finals teilzunehmen im Streetball Mekka. Eine super Location und eine angenehme Atmosphäre. Mit dem Stamm aus Aachen war sogar ein weiteres deutsches Team am Start. Nun sind einige Wochen vergangen und wir haben diesen Sommer viel mitnehmen können. Auch wenn kein Turniersieg oder Riesen Erfolge dabei waren, es hat immer Spaß gemacht bei jedem Turnier und wir haben von vielen Teams positive Resonanz erhalten aufgrund unserer… wie nennen wir es … „Liebe zum Spiel“ J.

Wir haben viele neue Freunde gewonnen und werden auch in den kommenden Wochen nicht aufhören zu spielen. Marburg bei den International Homies kommende Woche, danach noch nach Wien bei der Sneakerness und hoffentlich zum Abschluss wieder in den Kosovo.

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