SPAir Garden: Streetballmasters Enschede

Hier schreibt Patrick Bremer von SPAir Garden:

Mit haufenweisen neuen Klamotten im Gepäck begann für das SPAir Garden Team vergangenes Wochenende die Streetballsaison 2010. Am Samstag den 29. Mai 2010 starteten wir bestens ausgerüstet durch unseren neuen Ausstatter FOR THREE 43 Basketball in die zweite Saison als offizielles SPAir Garden Streetballteam. Schon morgens um 8 Uhr in der Frühe machten wir uns auf den Weg zum 1. Auslandsturnier, den Streetball Masters in den Niederlanden. Gut gelaunt und voller Spannung fuhren wir vier, die Spieler Sebastian, Patrick und Sven, sowie Teambetreuerin und Fotobeauftragte Saskia, in die ca. 115 km entfernte Stadt Enschede. Dank der modernen Technik konnten wir das Turniergelände sehr schnell finden, was sonst nur allzu schwer geworden wäre, da sich eine Siedlung der anderen ähnelte.

Gerade das Gelände betreten, wurden wir auch schon begrüßt – allerdings auf komische Art und Weise. Der Herr von der Organisation sagte weder Hallo, noch guten Morgen oder ähnliches, nein einfach nur „Ah, das deutsche Team“, worauf wir ihn fragten ob er es am Nummernschild erkannt hatte, meinte er wiederum: „Nein, ihr seht einfach aus, wie typische Deutsche“. Ohne uns weitere Gedanken zu machen schauten wir uns erst einmal um und warfen locker ein paar Körbe, bis uns jemand in schlechtem, gebrochenem Deutsch, aber jedoch deutlich, ein paar unschöne Worte zu verstehen gab. „Ihr seid sch***“. Ohne uns davon beeinflussen zu lassen spielten wir um 11 Uhr unser erstes Match. Das Spiel gestaltete sich anfangs ausgeglichen, jedoch verloren wir dies am Ende überraschend 16:14 nach gestoppten 15 Minuten. Wer sich mit Streetballregeln einigermaßen gut auskennt, sollte jetzt einmal genau hinschauen. Bei einem x-beliebigen Foul der Defense, bekam die Offense einen Punkt plus erneuten Ballbesitz. Gelingt dem Spieler ein Korberfolg mit Foul, zählte dieser doppelt! und der Ballbesitz sollte wechseln, was aber irgendwie auch nicht immer der Fall war. Zudem gab es keine Dreierlinie, jedoch eine überdimensionale Zone, wo die Schiedsrichter nur zu gerne die 3-Sekunden-Regel ahndeten. Dazu gab es noch einen kleinen Halbkreis – in den Dimensionen nicht größer als ein Suppenteller – wo man sich beim Ball checken hineinstellen musste. All das und die sprachlichen wie technischen (was hat er jetzt schon wieder gepfiffen) Missverständnisse mit den zwei Schiedsrichtern führten zu dem überraschenden Ergebnis.

Da ein Team aus unserer Gruppe nicht angetreten war, hatten wir unser nächstes Spiel erst um 14 Uhr, so dass wir die Zeit dazwischen nutzten, um uns einmal auf dem bekannten Enscheder Markt umzusehen. Wieder vor Ort und nach einem recht amüsanten Dreier- und Slam Dunk Contest begannen wir uns für das zweite Match warm zu machen. Mit einer nun angepassten Taktik erwischten wir einen guten Start, der uns nach ca. 10 Minuten einen 12:8 Vorsprung einbrachte. Doch was wir nun erlebten, hatte mit Sport und Spaß überhaupt nichts mehr zu tun. Der Schiedsrichter begann seine „One man show“: alles, aber auch wirklich alles, was wir in den nächsten Minuten versuchten, wurde grundsätzlich abgepfiffen. Teilweise bekamen wir Fouls zugesprochen, wenn wir nur in der Nähe eines Gegenspielers waren, was uns unnötige Gegentreffer einbrachte ohne, dass der Gegner auf den Korb warf. Es wurden sogar 3 Sekunden abgepfiffen, was es im Streetball eigentlich gar nicht gibt. Nachdem es nicht besser wurde fragten wir beim Schiri das ein oder andere Mal nach, was natürlich Aufsehen erregt, so dass unser Court mit Zuschauern umrahmt war und sich die Stimmung nach und nach hochschaukelte. Fairerweise standen die Spieler des Gegners für uns ein und redeten mit dem Schiri, er solle einfach weiterspielen lassen. Doch dieser ließ sich selbst davon nicht beirren und zog sein Ding weiter durch, stellte Sebastian sogar aus heiterem Himmel vom Platz. Dabei hatte er stets ein Lächeln auf den Lippen und nannte uns nur Komiker. Wieder einigen Diskussionen zur Folge, drohte er uns vom Turnier auszuschließen. Völlig perplex standen wir auf dem Platz und spielten dann zu zweit gegen drei weiter. Bei der nächsten Aktion in unserem Angriff, bekamen wir wieder mal ein Foul gegen uns gepfiffen, sodass der Gegner mit 15:14 in Führung ging. Ohne einen weiteren Angriff spielen zu dürfen, brach der Schiri plötzlich das komplette Spiel ab und stempelte uns als Verlierer ab. Fassungslos suchten wir bei der Turnierleitung Gehör. In uns brodelte es mächtig. Total enttäuscht von unseren Nachbarn und den ganzen Vorfällen die passiert waren, haben wir uns kurzerhand entschlossen das Turnier unserseits zu beenden und in Richtung Heimat zu fahren, auch um weiteren Ärger aus dem Weg zu gehen. Es schien dem Veranstalter gar nicht zu interessieren, dass wir das Gelände verließen.

Wir haben schon unzählige Turniere quer durch Deutschland gespielt, doch so etwas ist uns noch NIE passiert! Selbst Tage später, können wir immer noch nicht begreifen, was alles vorgefallen war und sind uns einig: Streetball in den Niederlande ist nicht zu empfehlen!!!

Umso mehr freuen wir uns nun auf die anstehende NRW-Streetbasketball Tour.

SPAir Garden
Patrick, Sebastian & Sven

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