Janis Stielow / SC Rist Wedel (Bild: Claus Bergmann/www.crispy-images.com)

SC Rist Wedel weiterhin Tabellenführer der 2. Bundesliga Pro B Nord

Die 1. Herren bleiben Tabellenführer der 2. Bundesliga Pro B Nord. Das 77:68 (46:26) über Citybasket Recklinghausen vor 450 Zuschauern in der Steinberghalle war der 14. Saisonsieg des Teams von Headcoach Sebastian Gleim und zugleich ein weiterer Schritt Richtung Pole Position für die Play-offs.

Rundum zufrieden war der Trainer aber nicht mit der Leistung seines Teams. „Wir haben einen starken Gegner in der ersten Halbzeit an die Wand gespielt, um ihn dann wieder zurückkommen zu lassen.“ In der Tat zeigten die Rister 20 Minuten lang Basketball vom Feinsten, verwöhnten die Fans mit schnellen Kombinationen und spektakulären Aktionen. Spätestens als Kapitän Davey Hopkins per Dunking nach sechs Minuten zum 19:8 traf, schien es nur um die Höhe des Sieges für den Spitzenreiter zu gehen. Ein Übriges tat die klare Halbzeitführung der Rister (46:26).

Doch die Fans hatten sich zu früh gefreut. Zwar startete ihre Mannschaft auch furios in die zweite Hälfte, doch diesmal hielten die Gäste aus dem Ruhrgebiet dagegen, brachten mit intensiver Verteidigung den Motor der Wedeler ins Stottern. Zugleich steigerten sich die als Tabellensiebter (18 Punkte) noch nicht für die Aufstiegsrunde qualifizierten Recklinghäuser trotz insgesamt schwacher Trefferquote aus dem Feld im Angriff beträchtlich. „Vor allem Cavel Witter hat viele schwierige Würfe getroffen“, sagte Gleim. Robert Franklin kam zwar diesmal nicht an seine Rekord-Korbausbeute in der Saison 2012/13 (41 Punkte beim Wedeler 128:115 an gleicher Stätte) heran, war aber trotz Nasenbeinbruchs erneut schwer zu stoppen und erzielte mit 19 Punkten nur zwei weniger als Witter.

In den letzten zweieinhalb Minuten der Begegnung, die sich gefühlt über eine Viertelstunde hinzogen, drohte die Partie sogar noch zu kippen. Von der Freiwurflinie verkürzte der mit Gesichtsmaske spielende Franklin zum 62:67, vergab aber den zweiten Versuch. Zwei Distanzwürfe von Janis Stielow sowie Freiwürfe von Diante Watkins und Christoph Roquette räumten dann letzte Zweifel am Wedeler Sieg aus.

Das Zittern in der Schlussphase hätte sich das Heimteam nach Auffassung seines Coaches allerdings ersparen können, wenn es das Tempo über 40 Minuten forciert hätte. „Wer in einem hohen Gang fährt, muss das Gaspedal durchgedrückt lassen, wir haben stattdessen zurückgeschaltet.“ Allzu sehr kritisieren wollte Gleim sein Team indes nicht, lobte vielmehr die starke Verteidigung. „90 Punkte hätten wir gegen diesen Gegner aber schon machen müssen.“

Stärkster Akteur der Rister war für Gleims Empfinden Davey Hopkins. „Er hat wieder sehr viel Energie gehabt, am Ende fehlte ihm nur ein Rebound zum Double-double.“ Am kommenden Sonnabend (15. Februar, 19 Uhr) gastieren die Rister bei den SUM Baskets Braunschweig.

Statistik: Viertelergebnisse: 28:18, 18:8, 14:20, 17:22.

SC Rist (Punkte): Christoph Roquette (15), Davey Hopkins (11), Diante Watkins (10), Lee Jeka, Janis Stielow, Fabian Böke (je 9), Paul Owusu (6), Fabian Strauß, Jonas Laatzen (je 3), René Kindzeka (2), Christopher Geist, Jens Hirschberg.

Quelle: SC Rist Wedel e.V. (http://www.scrist-wedel.de/)