Kevin Hamilton / medi bayreuth

medi bayreuth unterliegt bei ALBA BERLIN mit 83:73

Mit einer weiteren kämpferisch starken Leistung aber ohne Punkte präsentierte sich medi bayreuth am Samstagabend bei ALBA BERLIN. Trotz der langen Auswärtsreise nach Juschne wollten die Albatrosse ihren 15. Sieg in Folge und damit einen Clubrekord. Die Mannschaft von Mike Koch machte es den Hausherren nicht einfach, doch am Ende blieben die Punkte durch einen 83:73 (41:45) Erfolg an der Spree. In der Schlussphase mussten durch die hohe Foulbelastung (18:28) Ronnie Burrell und Brian Qvale vorzeitig vom Feld – ein entscheidender Faktor zu Gunsten der Hausherren, die in David Logan (19), Jan-Hendrik Jagla (14) und Clifford Hammonds (11) ihre besten Werfer hatten. Bei medi überzeugte einmal mehr Kyle Weems (23) vor Kevin Hamilton (14) und Will Conroy (13).

Vor knapp 10.000 Zuschauern, darunter rund 200 mitgereisten Bayreuther Fans, mussten die Gäste ohne den mit einem Magen-Darm-Virus ausgefallenen Nicolai Simon beginnen. ALBA BERLIN legte los wie die Feuerwehr. Nach 60 Sekunden und Dreiern von Jan-Hendrik Jagla und David Logan hieß es bereits 6:0, kurz darauf trifft Leon Radosevic gar zum 8:0. Doch medi bayreuth antwortete passend: Kyle Weems erzielte die ersten Punkte, dann legte Ronnie Burrell ein 3-Punkt-Spiel nach. Auch der erste Dreier saß, Kyle Weems markierte in der vierten Minute das 8:8. Dann legten wieder die Albatrosse vor, kamen nach einem Freiwurf von Jonas Wohlfarth-Bottermann zum 15:10 (5.). Anschließend trafen wieder die Gäste, der erneute Ausgleich gelang Will Conroy beim 15:15 in der sechsten Minute. Noch im ersten Viertel durften dann die mitgereisten Bayreuther Fans die erste Führung bejubeln. Nachdem Vojdan Stojanovic in der achten Minute nur einen Freiwurf im Korb unterbrachte traf postwendend Kyle Weems zum 18:19. Nun hatten die Oberfranken die Nase vorne und nur ein weiterer Dreier brachte ALBA hauchdünn mit 24:23 nach dem ersten Viertel in Front. Erneut war es Jan-Hendrik Jagla, der von jenseits der 6,75 Meter traf.

medi dreht das Spiel

Zu Beginn des zweiten Viertels drehte zunächst Kevin Hamilton das Spiel, dann sorgte David Logan mit einem Dreier für einen erneuten Führungswechsel. In der zwölften Minute gab es ein technisches Foul gegen ALBA-Coach Sasa Obradovic, was Kevin Hamilton zum Ausgleich nutzte. In den folgenden Minuten wurden mehrere Fouls, hauptsächlich gegen die Gäste ausgesprochen. So auch ein unsportliches gegen Brian Qvale oder ein technisches an Will Conroy, welches Akeem Vargas zum 35:31 (16.) nutzte. Nach Punkten von Jan-Hendrik Jagla wuchs der Berliner Vorsprung in der 18. Minute gar auf 39:33 an. Dann jedoch drehte das Koch-Team noch einmal auf: Fünf Punkte von Kevin Hamilton in Serie brachten medi bayreuth bis auf einen Zähler heran, nach einer Berliner Auszeit sorgte der US-Guard mit zwei Freiwürfen für die neuerliche Bayreuther Führung. N och einmal trafen die Hausherren in Person von Levon Hendall, doch postwendend antwortete Phillipp Heyden mit dem 41:42. Schlusspunkt des aus Bayreuther Sicht erfolgreichen zweiten Viertels war ein Dreier von Peter Zeis, der mit der Halbzeitpause zum 41:45 im Berliner Korb einschlug.

Wichtige Jagla-Dreier vor Viertelende

Der Start in die zweite Halbzeit ging an die Hausherren. Während in den ersten Minuten nur ein Zähler durch einen Burrell-Freiwurf für die Gäste zu verzeichnen war konnten vor allem David Logan und Clifford Hammonds auf Berliner Seite punkten. Sie sorgten dafür, dass es in der 23. Minute 51:46 stand. Mitte des Viertels war der Vorsprung nach einem Freiwurf von Akeem Vargas sogar bis auf 55:48 angewachsen. Ganz wichtig war in dieser Phase ein Dreier von Kyle Weems, der den Rückstand auf vier Zähler minimierte. Kurz darauf traf der beste Bayreuther Werfer des Abends noch zwei Freiwürfe – nur noch 55:53 (15.). Dann waren es wieder die Berliner, die sich über Treffer freuen konnten. Eineinhalb Minuten vor dem Ende sorgte ein weiterer Dreier von Nationalspieler Jan-Hendrik Jagla für das 64:55. Die Schlussphase ging an die Gäste, die zw ar noch einen Jagla-Dreier schlucken mussten, aber durch Körbe von Kyle Weems, Will Conroy und Beckham Wyrick zum 67:61 kamen.

Hinausstellungen helfen ALBA

Mit einem Dreier eröffnete Kyle Weems den Schlussabschnitt, in der 32. Minute verkürzte Will Conroy gar auf 67:66. Einen ALBA-Dreier von Reggie Redding beantwortete Will Conriy eine Minute später mit einem eigenen Distanztreffer und in der 35. Minute gingen die Gäste dann nach Punkten von Kevin Hamilton gar wieder in Front – 70:71. Die Berliner Fans durften dann wieder einen eigenen Dreier bejubeln, diesmal traf Clifford Hammonds. Einen Knacks im Bayreuther Spiel gab es in der 36. Minute, als Ronnie Burrell und Sekunden später Brian Qvale mit dem fünften Foul vorzeitig vom Feld mussten. Das Fehlen beider nutzten die Albatrosse eiskalt aus, bauten ihren Vorsprung nach Punkten von Leon Radosevic auf 77:71 (37.) aus. In der letzten Minute wurde es dann sogar noch zweistellig, als Clifford Hammonds mit zwei sicheren Freiwürfen den 83:73 Endstand markiert e. Kurz darauf durfte ALBA BERLIN den 15. Pflichtspielsieg in Folge feiern – Vereinsrekord.

Am kommenden Samstag findet das dritte Spiel gegen einen der Spitzenclubs der Liga statt. Dann gastiert ab 19:30 Uhr der unangefochtene Tabellenführer FC Bayern München in der Oberfrankenhalle. Derzeit gibt es online unter tickets.medi-bayreuth.de, beim Nordbayerischen Kurier (Maxstraße 58-60), an der Theaterkasse (Opernstraße 22) sowie in den Base-Shops in Bayreuth (Rotmain-Center) und Kulmbach (Fritz) nur noch Stehplätze für die Partie. Im Lauf der Woche könnten noch einige wenige ungenutzte Sitzplätze aus dem Münchner Kontingent in den Vorverkauf gelangen.

Trainerstimmen:

Michael Koch (medi bayreuth): „„Am Ende hat ALBA verdient gewonnen. Aber ich bin mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, zufrieden. Wir haben hart und mit Energie gespielt und uns nicht versteckt. Wir konnten das Spiel lange offen halten, aber im vierten Viertel haben wir unseren Rhythmus verloren und ALBA hat das sofort ausgenutzt und seinen Run gemacht.““

Sasa Obradovic (ALBA BERLIN): „Das war ein extrem hartes Spiel für uns. Bayreuth hat nach dem Trainerwechsel sein Gesicht verändert und spielt sehr stark, wie man schon letzte Woche in Bamberg sehen konnte. Ich bin stolz auf mein Team, das zwei Nächte im Bus hinter sich hat. Es war nicht zu übersehen, dass die Körper nicht immer so wollten, wie der Kopf. Wir haben einfach Chancen ausgelassen und viele Freiwürfe verworfen. Aber die Einstellung hat gestimmt und jeder Spieler hat alles gegeben, was er hat. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Dadurch haben wir dieses Spiel und auch das vergangene in Juschne gewonnen.““

Quelle: BBC Bayreuth Spielbetrieb GmbH (http://www.bbc-bayreuth.de/)