Ein souveränder Heimsieg gegen den Tabellenletzten SSV Lok Bernau lässt die Herren des SC Rist (2. Bundesliga Pro B) weiter optimistisch in die Zukunft schauen, was den Kampf gegen die Abstiegsrunde betrifft. Mit 94:72 gewannen die Rister und lieferten dabei eine gute Teamleistung ab.

Der wohl entscheidende Faktor zum Sieg: Die Steigerung in der Defense nach der Halbzeit. Denn im zweiten Viertel schlichen sich in der Verteidigung einige Nachlässigkeiten ein, die insbesondere der furios auftrumpfende Jermale Jones auf Bernauer Seite ausnutzte. „Das war teilweise eine One-Man-Show“, sagte Rist-Coach Özhan Gürel. Jones traf vor der Halbzeit sämtliche seiner sechs Versuche von jenseits der Dreierlinie und hatte nach 20 Minuten Spielzeit bereits 22 Punkte erzielt. Doch Gürel fand die Lösung: Mit Beginn des dritten Viertels verteidigte Tim Parohl den US-Amerikaner und nahm ihn aus der Partie. „Ein großes Kompliment an Tim für seine Leistung“, sagte Gürel. Jones blieb im dritten Durchgang ohne Punkte und erzielte im letzten Viertel auch nur noch fünf – darunter ein „Dreier“ aus schier unmöglicher Position: Kein Vergleich zu dessen Auftritt vor der Pause.

Zwar übernahmen im Anschluss an die Halbzeit zunächst Jones‘ Teamkollegen und brachten Bernau mit 47:46 in Führung, doch die Rister fanden nicht zuletzt dank der nun wieder deutlich wirkungsvolleren Defense schnell ihre Linie. Ein 14:0-Lauf bis zur finalen Viertelpause und ein Absetzen auf 71:54 schufen weitere Klarheit. Und die Rister blieben konzentriert und erhöhten weiter. 6:24 Minuten vor dem Ende brachte Fabian Lühring das Heimteam per Freiwurf mit 20 Zählern in Front (78:58): spätestens jetzt ließ die Gegenwehr der Brandenburger spürbar nach.

„Wir müssen zuhause weiter so stark spielen und weiter gewinnen“, sagt Gürel mit Blick auf den zu vermeidenden Gang in die Playdowns. „Direkt nach dem Spiel haben die Jungs in der Kabine schon davon gesprochen, dass wir wegen der knappen Niederlage aus dem Hinspiel noch eine Rechnung mit Stahnsdorf offen haben. Ich hoffe, dass wir nächste Woche auch wieder so gut von den Zuschauern unterstützt werden und gemeinsam den nächsten Heimsieg holen können“, so der Coach.

Statistik:

Viertelergebnisse: 23:16, 23:25, 25:13, 23:18

SC Rist (Punkte): Pettaway (24), Wischnewski (20), Johnston (14), Böke (12), Duah (7), Huber-Saffer (6), Moysich (4), Lühring (3), Gausa, Parohl (je 2), Laatzen.

SSV Lok Bernau (Punkte): Jones (27), Schekauski (14), Trzcionka (11), Woody (6), Dathe, Klein (je 4), Langer (3), Mier (2), Rathke (1), Heide.

Schiedsrichter: Stefanie Oelfke / Bastian Bänsch

Ausgelassene Stimmung herrschte vor, während und nach dem Pro B-Spiel gegen Bernau. Und dazu trugen auch über 70 M12-Jungs aus sieben Vereinen (BG West, Bramfelder SV, TSG Bergedorf, BG Harburg-Hittfeld, SC Ottensen, BC Hamburg, SC Rist) bei. Tagsüber hatten die Jungs in der Leistungsrunde in der Steinberghalle und der PINS gespielt und besuchten am Abend auf Einladung des SC Rist gemeinsam mit ihren Trainern und Betreuern dann die Partie in der 2. Bundesliga. Fabian Böke, Augie Johnston, Fabian Lühring und Anthony Pettaway von den 1. Herren begrüßten die Kids und nahmen sich Zeit für die Fragen der Talente. Wie groß seid ihr? Wie oft trainiert ihr? Könnt ihr alle dunken? Die M12-Jungs wollten so einiges wissen. Danach spendierte Rist-Partner McDonald’s Chicken Nuggets, Salat und Apfelschorle, anschließend ging es auf die reservierten Plätzen direkt hinter dem Korb der Rister. Und nach dem Spiel durfte natürlich auch die Autogrammjagd nicht fehlen…

Quelle: SC Rist Wedel e.V. (http://www.scrist-wedel.de/)