Der Sieg blieb in Herten, doch einige positive Aspekte konnte Headcoach Özhan Gürel dennoch vom Auswärtsspiel der Rist-Herren (2. Bundesliga Pro B) gegen die Löwen mitnehmen: „Das war eine Steigerung. Das Spiel hat gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind“, so Gürel. „In der Offense haben wir uns gesteigert, dabei aber leider auch zu viele Ballverluste gehabt.“

Die Rister hatten zwar zu keinem Zeitpunkt der Partie eine Führung inne, doch eine derart klare Angelegenheit, wie mancherorts vermutet, wurde die Begegnung keineswegs. „Wir haben aggressiv gespielt und gut gekämpft“, bescheinigte der Trainer seinen Jungs. Im ersten Viertel besaßen die Gastgeber zwar teils deutliche Vorteile, doch nicht zuletzt mit erfolgreichen Würfen von jenseits der Dreipunktlinie blieben die Rister dran. Während des zweiten Durchgangs wurde der Hertener Vorsprung mitunter zweistellig. Hauptverantwortlicher: Der US-Amerikaner Blake Schultz, der gewaltig aufdrehte und 16 von 22 Löwen-Punkten erzielte. 39:48 hieß es aus Sicht der Rister zur Halbzeit, doch nach dem Seitenwechsel verkürzte man, angeführt von einem erneut stark aufgelegten Steffen Kiese. „Er spielt in dieser Saison bisher eine sehr gute Rolle in der Mannschaft“, so Coach Gürel.

Diese nahm in Herten auch Marlon Pompey ein. Trotz Schmerzen. Dafür kassierte der Kanadier prompt ein Lob des Trainers. Wie auch Florian Hollmann und Florian Moysich, die – obwohl wegen Krankheiten gesundheutlich angeschlagen – mitwirkten. Kay Gausa musste aufgrund von Rückenschmerzen hingegen aussetzen. Mittels eines „Dreiers“ verkürzte Jonas Laatzen in der 32. Minute auf 59:62, doch die Löwen bissen sich durch und ließen den SC Rist nicht näherkommen. In der Mitte des Schlussabschnitts sorgten acht Hertener Punkte in Folge für eine deutliche Tendenz in Richtung Heimsieg. Die Rister steckten zwar nicht auf, mussten sich letztlich aber geschlagen geben.

Quelle: SC Rist Wedel e.V. (http://www.scrist-wedel.de/)