„Das war heute wie 2. Regionalliga gegen 2. Bundesliga. Ich bin froh, dass wir nicht mit 40 Punkten verloren haben“, sagte ein frustrierter Özhan Gürel im Anschluss an die 75:92-Niederlage seiner Mannschaft bei den Herzögen Wolfenbüttel. In der Offense besaßen die Rister große Probleme und ließen sich von den aggressiv verteidigenden Niedersachsen die Butter vom Brot nehmen. Hinzu kam, dass Augie Johnston einen schlechten Tag erwischte und Fabian Böke aufgrund akuter Rückenschmerzen nicht zum Einsatz kam. Im Abschlusstraining am Freitag noch hatte er mitgemischt, doch vor dem Spiel ging plötzlich nichts mehr.

Im Laufe der Partie suchten die Rister ihr Heil (zu) oft im Distanzwurf und trafen allerdings kaum. Da Anthony Pettaway lange aufgrund von Foulproblemen auf der Bank saß, kämpfte sich Fabian Lühring durch und lieferte eine starke Leistung ab: „Er kann kaum noch stehen, ihm tut alles weh“, sagte Gürel nach der Partie über seinen aufgrund von Knieproblemen angeschlagen an den Start gegangenen Center. Doch das größte Unbehagen bereiteten dem Trainer die Ballverluste, insgesamt 23 an der Zahl: „Das waren zum Teil unglaubliche Fehler. Ich kann mir nicht erklären, wie das sein kann. Echt bitter“, sagte er.

Zwar steigerten sich die Rister im Schlussabschnitt auch aufgrund der nunmehr nicht mehr derartig effektiven Wolfenbütteler Defense, die Niederlage mit 17 Punkten Differenz war aber nicht abzuwenden – im direkten Vergleich haben die Niedersachsen damit deutlich die Nase vorn.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 23:28, 11:18, 14:27, 27:19

SC Rist (Punkte): Pettaway (25), Lühring (22), Johnston (7), Akpinar (6), Duah (5), Gausa, Parohl (je 4), Stielow (2), Nagora, Ruppert.

Quelle: SC Rist Wedel e.V. (http://www.scrist-wedel.de/)