Sie bestimmten über weite der Partie das Geschehen, lieferten eine starke Offensivleistung ab und gewannen verdient. Nach drei sieglosen Spielen in Folge gelang den Herren des SC Rist (2. Bundesliga Pro B) ein 99:86-Erfolg über den SSV Lok Bernau – zugleich der erste Auswärtssieg der Saison. “Bernau ist zunächst überhaupt nicht mit unserer Defense zurechtgekommen, und wir haben in der Offense gut zusammengespielt”, kommentierte Headcoach Özhan Gürel den Beginn der Partie. Seine Jungs trafen mit hoher Quote und lagen nach dem ersten Viertel mit neun Punkten in Front.

Die Wedeler Führung pendelte sich im bereits recht komfortablen zweistelligen Bereich ein. Nachdem Anthony Pettaway gegen Herten am Mittwoch in der Offense eine schwächeren Tag erwischt hatte, agierte der US-Amerikaner unter der Korb diesmal wieder mit gewohnter Durchschlagskraft. Gemeinsam mit Fabian Böke bildete er ein Duo, das die Bernauer auf dieser Position in den Schatten stellte – nur zwei der Gründe, warum es in der Offense wie am Schnürchen lief. Ein Lob verteilte Gürel aber auch an seine “Arbeitstiere” Mac-Davis Duah und Tim Parohl, die sich aufrieben und deren spätere Foulprobleme der Mannschaft weh taten.

“Ich habe meinen Spielern in der Halbzeit gesagt, dass wir organisiert und diszipliniert bleiben müssen, weil ich wusste, dass Bernau in der zweiten Halbzeit stärker werden würde”, erläuterte Gürel. Und seine Schützlinge ließen den erwarteten Sturm der Brandenburger gar nicht erst zur Entfaltung kommen, sondern blieben ihrem Rezept treu. Zum Ende des dritten Abschnitts führten die Rister mit 82:60. Bernau verstärkte die Bemühungen weiter und kam in der Endphase noch einmal auf bis zu acht Zähler heran. “Wir hatten eine kleine Schwächephase in der Offense, in der es zu viele Alleingänge gab”, sagte Gürel. “Das war ärgerlich, weil ich den Spielern, die bis dahin erst wenig oder gar nicht gespielt hatten, Einsatzzeit geben wollte. Ich habe überlegt, ob ich sie in dieser Phase kalt von der Bank bringen soll, habe mich dann aber dagegen entschieden”, so der Coach.

Die letzten Punkte erzielte Augie Johnston von der Freiwurflinie und beendete die Partie mit insgesamt 27 Zählern. Auch sein Partner im Backcourt, Ismet Akpinar, lieferte abermals eine souveräne Leistung ab: “Es macht einen Trainer glücklich, wenn ein junger Spieler so auftritt”, sagte Gürel über den 16-jährigen Spielmacher.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 31:20, 23:19, 28:21, 17:26

SC Rist (Punkte): Johnston (27), Pettaway (26), Böke (19), Akpinar (15), Parohl (8), Duah (3), Ruppert (1), Laatzen, Lühring, Nagora, Stielow.

Quelle: SC Rist Wedel e.V. (http://www.scrist-wedel.de/)