Pro B PlayOffs: SC Rist ärgerliche Niederlage gegen Nördlingen

Die 1. Herren haben den Matchball gegen die Giants Nördlingen vergeben und damit den Einzug ins Viertelfinale vorerst verpasst. Die Gäste gewannen in der Steinberghalle in einem erneuten Krimi mit 98:96 und glichen in der Serie damit zum 1:1 aus. Am Dienstag treffen beide Teams im Entscheidungsspiel aufeinander. Dieses wird in Nördlingen ausgetragen.

Besonders ärgerlich erscheint die Niederlage aus Wedeler Sicht angesichts der Tatsache, dass man die Partie im Griff zu haben schien und seine Führung im dritten Viertel auf 16 Punkte ausbaute. Doch mit einer enormen Leistungssteigerung kämpften sich die Giants zurück und erzielten in Person von Modie Johnson in den Schlusssekunden die letzten Punkte. Die Rister ließen im abschließenden Viertel zu viele vermeintlich einfache Korberfolge Nördlingens zu und verpassten es, ihre Stärken auszunutzen. Die augenscheinliche Überlegenheit in der Zone konnte nicht mehr derartig gewinnbringend eingesetzt werden wie erhofft. Darüber hinaus schnellte die Nördlinger Trefferquote in die Höhe – die Giants witterten erst Morgenluft, um dann immer selbstsicherer und euphorischer zu agieren. Dank einer Energieleistung und mit Hilfe der tollen Zuschaueruntersützung glichen die Rister wieder aus – mit Ismet Akpinar (zwei Dreipunktspiele innerhalb weniger Sekunden), Augie Johnston (per „Dreier“) und Anthony Pettaway in den Hauptrollen. Bezeichnenderweise gelang es am Ende aber nicht, weder den zum Korb ziehenden Fabian Brütting noch Modie Johnson entscheidend zu stören. Der Amerikaner markierte den letzten Korb, ein finaler Wedeler Versuch schlug fehl. „Leider waren sich alle zu sicher, dass wir dieses Spiel schon gewonnen haben. Das war eine Kopie des Vechta-Spiels, das wir auch in letzter Sekunde verloren haben. In der Offense haben wir eine gute Leistung gezeigt, aber defensiv war es die schlechteste Saisonleistung. Wir sind im letzten Viertel nicht mehr zurückgelaufen, es fehlte die Intensität und die Fußarbeit“, so Coach Özhan Gürel.

Die Entscheidung über den Einzug ins Viertelfinale ist also vertagt. Allerdings stehen die Zeichen für den SC Rist mit Blick auf die dritte Partie nicht unbedingt gut. Aufgrund des Spieltermins in der Woche werden aller Voraussicht nach Fabian Böke, Florian Moysich und Tim Parohl aus beruflichen Gründen fehlen. Zudem verletzte sich Patrick Wischnewski im Laufe des Spiels und droht ebenfalls auszufallen. Doch aufgeben werden sich die Rister keineswegs. Und die knappen und so intensiven bisheren Spiele gegen Nördlingen haben gezeigt, dass sich beide Teams auf Augenhöhe begegnen. „Das wird nicht einfach, aber wir haben dort schon gewonnen und wissen also, dass wir es können. Wenn die Spieler, die bisher nicht ganz so viel zum Einsatz gekommen sind, einen Gang hochschalten, ist es möglich, dass wir dann dort auch ein zweites Mal gewinnen“, sagt Gürel.

Quelle: SC Rist Wedel e.V. (http://www.scrist-wedel.de/)