Selbst dran schuld, wenn man nicht dabei war: Das Match der Eisvögel gegen die Halle Lions war ein Leckerbissen.

Play Off Atmosphäre pur gabs am Samstagabend in der proppenvollen Freiburger Unihalle. Der Spielplan will es so: Die Eisvögel spielen in der heißen Phase der Saison in einer ohnehin enorm ausgeglichenen Liga gegen Teams, die derzeit im Flow sind. Auch die SV Halle Lions wurden ihrem momentanen Ruf gerecht und präsentierten sich bären- oder besser löwenstark. „Klare Führung in Punkten“ hätte ein Boxreporter den Gastgeberinnen nach den ersten 15 Minuten attestiert. Die Anzeigetafel war der gleichen Meinung: Svenja Brunckhorst netzte zum 35:25 ein, der zugleich höchsten Führung eines der beiden Teams im gesamten Match.

Doch die in der ersten Halbzeit überragend aufspielende Daphanie Kennedy brachte die Lions nahezu im Alleingang mit sieben Punkten in Folge wieder in Schlagweite. Die Eisvögel setzten sich zum Ziel die Kreise der US-Amerkanerin mehr einzuengen. Zunächst erledigte Juliane Hodapp diese Aufgabe prächtig. Später gelang es auch ihren Mitspielerinnen immer besser in die Rolle der „Wadenbeißerin“ zu schlupfen. Kennedy markierte in den ersten 20 Minuten 15 Punkte, im zweiten Spielabschnitt nur noch 5. 22. Spielminute: Wieder Kennedy. Sie bringt die Lions zum ersten mal in Führung: 42:41 für die Löwen. Und das dritte Viertel geht an Halle. Die Eisvögel verteidigen als Team zu schwach (30. Minute: 64:61 für Halle). Das ändert sich im Abschlussviertel. Die Freiburgerinnen kämpfen ihren Gegner auf nur 11 Punkte, gehen 73:66 in Führung. Halle kommt zurück. Anna Heise netzt kurz vor Schluss zum 75:75 ein, das umgehend von Vonnie Turner gekontert wird. 77:75. Noch 23 Sekunden. Ballbesitz Lions. Die Unihalle tobt. Freiburg kämpft, hilft, rotiert, bekommt die Fingerspitzen in den Passweg, reboundet! Noch zwei Sekunden. Einwurf Freiburg, Missverständnis Halle. Sieg! Uff! Am Samstag, 31.03., starten die Eisvögel um 19:30 Uhr in der Unihalle in die Play Offs. Unbedingt vormerken!

Foto: Patrick Seeger