Ronald Burrell (medi bayreuth) im Zweikampf mit Jamal Boykin (s.Oliver Baskets) / Foto: Marcus Arth

(mb) Heimerfolg für medi bayreuth: Die Mannschaft von Head Coach Predrag Krunic hat am Sonntagnachmittag das Vorbereitungsturnier um den medi CUP 2013 für sich entscheiden können. Eine starke zweite Halbzeit, in der man nur 24 Würzburger Punkte zuließ, sorgte für einen letztendlich verdienten 77:63 (39:39) Erfolg über die s.Oliver Baskets. Zuvor sicherte sich Bundesliga-Neuling RASTA Vechta Platz 3 durch einen 87:77 (46:43) Erfolg über den Basket-Club Boncourt aus der Schweiz. Am ersten Turniertag konnte Würzburg einen klaren 113:62 (50:36) Sieg über Boncourt feiern, Bayreuth bezwang Vechta mit 84:67 (37:37). Bester Werfer des Turniers war Kyle Weems von medi bayreuth mit insgesamt 31 Punkten.

Finale: Bayreuth gegen Würzburg

Während auf Bayreuther Seite nach wie vor der an der Schulter angeschlagene Bryan Bailey pausieren musste entschieden die s.Oliver Baskets, dass John Little geschont werden sollte. Außerdem fehlten hier nach wie vor Lamont Mack und Maximilian Kleiber. Die Anfangsphase im Finale gehörte dem medi-Team, das durch Brian Qvale zu den ersten Punkten kam und nach dem Ausgleich von Chris McNaughton sahen die erneut rund 1.000 Zuschauer einen 7:0 Lauf, zu dem Kyle Weems fünf Punkte beisteuerte. In der sechsten Minute fiel der erste Würzburger Dreier durch Sebastian Betz zum 9:5, ehe Kyle Weems eine Minute später die bis dato schönste Aktion der Partie zeigte. Per von Kevin Hamilton aufgelegtem Alley Oop markierte er das 13:7. Nach Freiwürfen von Sebastian Betz verkürzten die Gäste in der neunten Minute auf 15:11, dann netzte Simon Schmitz den Ball zum 17:11 nach dem ersten Viertel ein.

Auch im zweiten Abschnitt hatte zunächst die Bayreuther Führung bestand. Im Fast Break kam Peter Zeis beim 22:15 (12.) zu seinen ersten Punkten, zwei Minuten später fiel per Dreier von Simon Schmitz das 25:18. Dann jedoch wurde Würzburg stärker und traf besser. Im Nachsetzen markierte Sebastian Betz in der 15. Minute das 25:22, auch eine schnell gezogene Auszeit von Predrag Krunic hielt die Unterfranken in der Folge nicht vom Punkten ab. Nach einem 3-Punkt-Spiel von Jason Boone gingen die Gäste in der 16. Minute sogar erstmals in Führung, Rickey Harris traf mit einem Dreier zum 27:28. Die Führung wechselte nun mehrmals und das Spiel wurde immer besser. Trotz des knappen Standes bot medi bayreuth nun zwei tolle Körbe in Folge. Beide Male wurde Kyle Weems von Kevin Hamilton angespielt und mit Alley Oops das 35:32 erzielt (18.). Mit einem von Jimmy McKinney verwandelten Dreier glichen die Gäste schnell wieder aus und beim Stand von 39:39 ging es in die Halbzeitpause.

Zurück auf dem Parkett blieb das Spiel zunächst weiter ausgeglichen. Phillipp Heyden erzielte die ersten vier Punkte nach dem Wechsel, Würzburg glich in der 24. Minute durch Chris McNaughton zum 45:45 aus. Dann allerdings setzten sich die Gastgeber durch einen 6:0 Lauf, der von Nicolai Simon zum 51:45 (26.) abgeschlossen wurde, etwas ab. In den folgen Minuten kamen die s.Oliver Baskets nochmal heran, Jimmy McKinney verkürzte zunächst auf 51:48 (27.). Nach einem unsportlichen Foul von Nicolai Simon vergab Jason Boone beide Freiwürfe und so wurde der Rückstand nicht weiter dezimiert. Auf der Gegenseite wurde ein Fast Break mit einem Dreier abgeschlossen, Nicolai Simon netzte zum 56:51 (30.) ein.

Die ersten Minuten im letzten Abschnitt gehörten ebenfalls medi bayreuth. Zwar vergab Brian Qvale zunächst die Möglichkeit auf ein 3-Punkt-Spiel, legte aber in der 32. Minute sehenswert mit einem beherzten Zug zum Korb das 62:53 nach. Noch in der gleichen Spielminute wuchs der Vorsprung nach Punkten von Ronald Burrell erstmals auf über zehn Zähler an. Bis zur Mitte des Viertels und dem 65:59 von Ruben Spoden wurde der Rückstand der Unterfranken nochmals etwas minimiert, dann allerdings war die Foulgrenze bei den Gästen erreicht. Das Team von Predrag Krunic bewies in der Folge Kaltschnäuzigkeit an der Freiwurflinie und erzielte die nächsten acht Punkte ohne Fehlwurf zum 73:59 (38.). Damit war der letzte Zweifel am Sieg aus dem Weg geräumt. Den Endstand zum 77:63 erzielte Youngstar Tyree Chambers ebenfalls aus ruhender Position.

medi bayreuth – s.Oliver Baskets 77:63 (17:11;22:28;19:12;19:12)

medi bayreuth: Weems 17 (7 Rebounds), Qvale 13, Burrell 12, Hamilton 10 (7 Rebounds, 9 Assists), Simon 9, Schmitz 5, Heyden 4, Wyrick 3, Zeis 2, Chambers 2, Spöler 0. Dreier: Schmitz 1, Wyrick 1, Weems 1, Simon 1.

s.Oliver Baskets: Betz 16 (8 Rebounds), McNaughton 12, Harris 11 (4 Assists), McKinney 9, Boone 6, Spoden 5, Boykin 2, Carter 2, Stuckey 0, Jacobson 0. Dreier: Harris 1, Spoden 1, Betz 1, McKinney 1.

Wurfquote Feld gesamt: Bayreuth 55% (29/53), Würzburg 42% (24/57)
Dreierquote: Bayreuth 27% (4/15), Würzburg 17% (4/24)
Freiwurfquote: Bayreuth 79% (15/19), Würzburg 73% (11/15)
Rebounds (defensiv/offensiv): Bayreuth 29 (26/3), Würzburg 28 (21/7)
Turnover/Assists/Steals/Blocks: Bayreuth 8/19/5/2, Würzburg 10/9/3/1
Fouls: Bayreuth 20, Würzburg 21

Spiel um Platz 3: Vechta gegen Boncourt

Das Spiel um den dritten Platz beim medi CUP war lange ausgeglichen. Beide Teams waren auf Augenhöhe und netzten zwischen der fünften und neunten Minute je drei Dreier in Serie ein. Kurz vor Ende des ersten Viertels setzte sich Boncourt etwas ab, ein Dreier von Daniel Kraus bedeutete jedoch den 20:20 Ausgleich. Im zweiten Abschnitt hatten dann zunächst die Schweizer die Nase vorne. Nach Freiwürfen von Danilo Mitrowic führte man in der 17. Minute mit 31:36, in der 19. Minute betrug der Vorsprung beim 37:41 noch vier Punkte. Dann jedoch trumpfte Vechta nochmals auf. Nachdem Isaac Butts verkürzte und Richard Willams an der Freiwurflinie ausglich gelang durch Faisal Aden gar der Führungswechsel. Nach 20 spannenden Minuten hatte Vechta einen knappen 46:43 Vorsprung.

Mit einem 0:6 Lauf wechselte die Führung kurz nach der Pause wieder zu Gunsten von Boncourt (46:49, 23.), in der 25. Minute fiel durch Clement Boesch das 51:55. Dies war bis kurz vor Ende des Viertels allerdings der letzte Korb der Westschweizer. Flavio Stückemann und zweimal Dylan Talley nahmen in der Folge für Vechta aus der Distanz Maß und verwandelten den Rückstand in eine 60:55 (26.) Führung. Diese wurde bis zur 29. Minute weiter ausgebaut, Andrew Rudowitz baute den Lauf des Aufsteigers beim 66:55 auf 15 Punkte in Serie aus. Dieser Run war die Vorentscheidung im Spiel, denn im letzten Viertel konnte Boncourt den Rückstand nicht wesentlich verringern. In der 36. Minute gelangen Ismael N’Diaye vier Punkte in Folge zum 75:69 doch ein postwendend eingestreuter Dreier von Dirk Mädrich brachte wieder Ruhe ins Spiel von Vechta, das sich am Ende mit 87:77 durchsetzte.

RASTA Vechta – Basket-Club Boncourt 87:77 (20:20;26:23;22:14;19:20)

RASTA Vechta: Mädrich 13, Aden 13, Butts 12 (6 Rebounds), Talley 12, Stückemann 8, Krause 8, Williams 7 (4 Assists), Doerksen 6, Rudowitz 5, Jarachow 3. Dreier: Aden 3, Krause 2, Talley 2, Mädrich 1, Stückemann 1.

Basket-Club Boncurt: Christopherson 17 (3 Assists), N’Diaye 17 (7 Rebounds), Mitrovic 14, Ferguson 14 (7 Rebounds), Dos Santos 10 (3 Assists), Boesch 3, Verdel 2, Engondo 0. Dreier: Christopherson 3, Dos Santos 2, Ferguson 1.

Wurfquote Feld gesamt: Vechta 52% (34/65), Boncourt 43% (28/65)
Dreierquote: Vechta 38% (9/24), Boncourt 32% (6/19)
Freiwurfquote: Vechta 77% (10/13), Boncourt 71% (15/21)
Rebounds (defensiv/offensiv): Vechta 32 (25/7), Boncourt 34 (22/12)
Turnover/Assists/Steals/Blocks: Vechta 11/14/4/2, Boncourt 14/12/4/4
Fouls: Vechta 23, Boncourt 20

Quelle: BBC Bayreuth Spielbetrieb GmbH (http://www.bbc-bayreuth.de/)