Kevin Hamilton (medi bayreuth) gegen Richard Williams (RASTA Vechta) (Foto: Marcus Arth)

(mb) Ein fränkisches Finale erwartet die Besucher des medi CUP 2013 am Sonntag Nachmittag. Sowohl die s.Oliver Baskets Würzburg als auch medi bayreuth haben am Samstagabend vor über 1.000 Zuschauern ihre Halbfinalspiele gewinnen können. Vor allem die Unterfranken ließen ihrem Gegner, Basket-Club Boncourt, keine Chance. In einer einseitigen Partie hieß es am Ende klar 113:62 (50:36). Mehr Mühe hatten die Gastgeber mit Beko BBL-Neuling RASTA Vechta. Erst zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde der Grundstein zum letztendlich klaren 84:67 (37:37) Sieg gelegt.

Somit stehen die beiden Partien für den Finalsonntag fest: Ab 14:30 Uhr kommt es zum Spiel um Platz drei zwischen RASTA Vechta und dem Basket-Club Boncourt, um 17 Uhr messen sich dann medi bayreuth und die s.Oliver Baskets im Finale um den medi CUP 2013.

Spiel 1: Würzburg gegen Boncourt

Auch wenn am Ende die s.Oliver Baskets einen klaren Sieg feiern konnten war das erste Halbfinale zunächst äußerst spannend. Das Team aus der Westschweiz bot zunächst viel Gegenwehr und gestaltete das erste Viertel offen. Angetrieben durch ihren Nationalspieler Nicolas dos Santos und den US-Amerikaner Scott Christopherson wechselte die Führung des öfteren, am Ende der ersten zehn Minuten leuchtete ein knappes 23:21 für Würzburg auf der Anzeigetafel in der Oberfrankenhalle auf. Im zweiten Abschnitt verteidigten die Unterfranken sichtbar besser und offensiv lief es weiter gut. Vor allem aus der Distanz waren die s.Oliver Baskets ein ums andere Mal erfolgreich, am Ende sollten 15 Dreier den Weg in den Korb der Schweizer finden. Bis zur Pause wuchs der Vorsprung auf 14 Punkte, 50:36, an.

Würzburgs John Little. Foto: Marcus Arth

Im dritten Viertel wurden alle Zweifel am Sieg der Unterfranken ausgeräumt. Während das Team von Marcel Schröder nur elf Punkte zuließ wurden 27 erzählt, so dass die Führung auf 77:47 ausgebaut werden konnte. Im letzten Spielabschnitt legte Würzburg sogar noch eine Schippe drauf, erzielte in den letzten zehn Minuten sogar 36 Zähler. Am Ende konnten sich alle elf eingesetzten Spieler der s.Oliver Baskets auf dem Scouting eintragen, sieben Spieler punkteten beim 113:62 Erfolg zweistellig.

s.Oliver Baskets – Basket-Club Boncourt 113:62 (23:21;27:15;27:11;36:15)

s.Oliver Baskets: Boykin 20 (8 Rebounds), McKinney 17, McNaughton 15, Carter 13 (6 Assists), Harris 11, Stuckey 10, Boone 10, Spoden 7, Betz 7, Little 2, Jacobson 1. Dreier: McKinney 5, Carter 3, Harris 2, Stuckey 2, Boykin 1, Betz 1, Spoden 1.

Basket-Club Boncourt: Mitrovic 14, Dos Santos 13 (4 Rebounds), Christopherson 11 (4 Rebounds), Boesch 6 (3 Assists), Ferguson 6, N’Diaye 6, Verdel 4, Engdonu 2, Snijders 0. Dreier: Dos Santos 2, Boesch 1.

Wurfquote Feld gesamt: Würzburg 59% (40/68), Boncourt 38% (20/53)
Dreierquote: Würzburg 47% (15/32), Boncourt 20% (3/15)
Freiwurfquote: Würzburg 82% (18/22), Boncourt 90% (19/21)
Rebounds (defensiv/offensiv): Würzburg 38 (26/12), Boncourt 23 (18/5)
Turnover/Assists/Steals/Blocks: Würzburg 9/20/5/1, Boncourt 18/8/3/1
Fouls: Würzburg 19, Boncourt 19

Spiel 2: Bayreuth gegen Vechta

Die in der Saisovorbereitung bis dato ungeschlagene Mannschaft von RASTA Vechta erwischte einen guten Start ins Spiel. Gleich der erste Wurf, eine Dreier von Jacob Doerksen, saß und nach drei Minuten führte die von Pat Elzie betreute Mannschaft mit 0:7. medi bayreuth kam durch einen Dreier von Kyle Weems in der vierten Minute zu den ersten Punkten, eine Minute später verkürzte Nicolai Simon, ebenfalls per Dreier, zum 6:9. Die Gäste konnten in der Folge ihren Vorsprung weiter ausbauen und markierten in der neunten Minute durch Urule Igbavboa gar das 8:17. Durch einen Doppelschlag von Kyle Weems und Ronald Burrell wurde der Rückstand schnell fast halbiert ehe Richard Williams mit einem Freiwurf das 12:18 nach dem ersten Viertel erzielte.

Mit Punkten von Nicolai Simon und Phillipp Heyden kam medi bayreuth gut ins Spiel zurück doch Vechta, das vor allem beim Rebound am Abend die Kontrolle hatte, blieb am Drücker. Dylan Talley und Faisal Aden mit einem Buzzer Beater antworteten passend auf die Bayreuther Körbe. In der 13. Minute markierte Nicolai Simon einen weiteren Dreier doch Vechta baute seine Führung durch einen Doppelschlag von Jacob Doerksen wieder auf 21:26 (15.) aus – Auszeit medi bayreuth. Zurück auf dem Parkett sagen die über 1.000 Zuschauer einen weiteren Doppelschlag von Ronald Burrell und Nicolai Simon. Die Hausherren waren wieder auf Schlagdistanz und kamen in der 18. Minute nach Punkten von Ronald Burrell zum erstmaligen Ausgleich, 32:32. Dann jedoch traf Vechtas Richard Williams doppelt und es hatte den Anschein, als ob der Aufsteiger mit einer Führung in die Pause gehen sollte. Doch durch Punkte von Brian Qvale und einem Buzzer Beater von Nicolai Simon gelang der 37:37 Halbzeitstand.

Zurück auf dem Parkett verhängten die Unparteiischen ein unsportliches Foul gegen Faisal Anden, was Ronald Burrell zur erstmaligen Bayreuther Führung nutzte. Von selbiger angespornt legte das Krunic-Team nach: Brian Qvale und zweimal Kyle Weems bauten den Vorsprung auf 45:37 aus, was einen viertelübergreifenden 11:0 Lauf bedeutete. medi bayreuth blieb am Drücker und legte vor allem aus der Distanz nach. Nicolai Simon und Kevin Hamilton trafen von jenseits der 6,75 Meter zur ersten zweistelligen Führung von 55:44 (25.). In der Defensive lief es nun deutlich besser und auch beim Rebound war Vechta nicht mehr beherrschend. Als Folge schmolz auch der Vorsprung nicht und mit einem Buzzer Beater Dreier markierte Simon Schmitz das 63:52 nach dem dritten Viertel.

In den ersten Minuten des letzten Abschnitts kamen die Gäste nochmals heran. Ein Dreier des auffälligen Routiniers Dirk Mädrich bedeutete in der 33. Minute das 67:59, zwei Minuten später verkürzte Faisal Aden im Fast Break gar auf 69:63. Ein Dreier von Beckham Wyrick brachte die Hausherren jedoch schnell ins richtige Fahrwasser zurück und nach einem weiteren Distanztreffer von Kevin Hamilton betrug die Führung wieder zehn Zähler (75:65, 35.). Die Gegenwehr der Gäste war nun gebrochen und die Punkte von Dirk Mädrich zum 75:67 (36.) waren die letzten von Vechta am Abend. Auf der Gegenseite wurde nochmals eine Serie gestartet, die nach Punkten von Kyle Weems neun Zähler in Folge und den 84:67 Endstand bedeutete.

medi bayreuth – RASTA Vechta 84:67 (12:18;25:19;26:15;21:15)

medi bayreuth: Simon 18, Qvale 16, Weems 14 (8 Rebounds), Burrell 10, Hamilton 9 (10 Assists), Schmitz 7, Wyrick 5, Heyden 3, Spöler 2, Zeis 0, Chambers 0. Dreier: Simon 4, Hamilton 2, Weems 1, Wyrick 1, Schmitz 1.

RASTA Vechta: Doerksen 15, Mädrich 13 (12 Rebounds, 4 Assists), Aden 9, Williams 9, Butts 6, Rudowitz 5, Igbavboa 5, Krause 3, Talley 2, Stückemann 0. Dreier: Doerksen 1, Krause 1, Aden 1, Mädrich 1, Williams 1.

Wurfquote Feld gesamt: Bayreuth 53% (31/58), Vechta 32% (24/74)
Dreierquote: Bayreuth 38% (9/24), Vechta 25% (5/20)
Freiwurfquote: Bayreuth 59% (13/22), Vechta 70% (14/20)
Rebounds (defensiv/offensiv): Bayreuth 35 (30/5), Vechta 45 (23/22)
Turnover/Assists/Steals/Blocks: Bayreuth 12/17/5/3, Vechta 13/8/2/0
Fouls: Bayreuth 21, Vechta 19

Quelle: BBC Bayreuth Spielbetrieb GmbH (http://www.bbc-bayreuth.de/)