Friendsfactory verschläft erste Halbzeit, 42:54 Niederlage in Heidelberg

„In dieser Liga reicht eine gute Hälfte nicht aus, um ein Spiel zu gewinnen. Und schon gar nicht in Heidelberg“, fasste Friendsfactory-Coach Rüdiger Wichote das vierte Saisonspiel seiner Mannschaft zusammen. Denn bei der 42:54 Niederlage gegen den USC Heidelberg zeigte Friendsfactory Jahn München zwei Gesichter, die unterschiedlicher nicht hätten sein können.

Wie schon im Heimspiel gegen Speyer begann Friendsfactory nervös und verlegte in der Offensive vermeintlich einfache Körbe. Heidelberg hingegen war sofort im Spiel, beeindruckte durch eine konsequente Team-Defense und konnte sich schon nach wenigen Minuten einen Vorsprung erarbeiten. Den Münchnerinnen fiel hingegen gegen das Heidelberger Abwehr-Bollwerk wenig ein, bis zur erlösenden Halbzeitpause erzielten sie nur magere 12 Punkte. Der einzige kleine Lichtblick war die verbesserte Verteidigungsarbeit im Vergleich zum Speyer-Spiel.

„Wir hatten die starken Amerikanerinnen von Heidelberg weitestgehend unter Kontrolle, nur haben uns in unseren eigenen Angriffen die Ideen und der Mut gefehlt“, sagte Wichote. Doch er schien in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn fortan präsentierte sich Friendsfactory wie ausgewechselt. Die nun aggressivere Verteidigung führte zu einigen Ballgewinnen und im Angriff fassten sich die jungen Münchnerinnen, die erneut auf ihre Top-Scorerin Maggie von Geyr verzichten mussten, ein Herz und strahlten deutlich mehr Korbgefahr aus. So holte Friendsfactory Punkt um Punkt auf, doch der Rückstand aus der ersten Hälfte war zu groß als dass man den Heidelberger Sieg noch hätte in Gefahr bringen können. „In Heidelberg kann man sicherlich verlieren, die zweite Hälfte zeigt uns jedoch, dass wir an guten Tagen mithalten können. Den schwachen Start müssen wir allerdings analysieren“, sagt Wichote.

Viel Zeit hat die Mannschaft dafür nicht, denn am kommenden Donnerstag steht die nächste schwierige Aufgabe bevor: Um 20.15 Uhr empfängt Friendsfactory in der zweiten Pokalrunde den Erstligisten DJK Brose Bamberg.

Quelle: TS Jahn München Basketball (http://www.ts-jahn-basketball.de/)