Konstanz ist ja nun mal ein Begriff, der im Spitzensport sehr gerne und sehr positiv Verwendung findet. Ein bißchen weniger Konstanz im Spielverlauf der beiden Partien gegen die Avides Hurricanes aus Rotenburg-Scheeßel wäre jedoch sicherlich auch USC-Coach Stefan Mienack nicht unrecht gewesen.

Wie beim Season Open Duell zwischen den beiden Teams präsentierten sich die Eisvögel am Samstagabend dominant. Dominant über nahezu die gesamte Spielzeit. Wie so häufig erspielten sie sich mehr Würfe als der Gegner. Zudem wurden zwei im Basketball nicht unwichtige Kategorien klar gewonnen: Die Freiwurfquote (92 gegenüber 67 Prozent) und die Rebounds (42:34). Und doch war die Dramaturgie des Spiels nahezu deckungsgleich mit der des Saisonauftaktmatches.

Die Eisvögel machten nach einem äußerst überzeugenden Start in die zweite Halbzeit und einer zeitweise 16-Punkte-Führung „den Sack nicht zu“. Die Hurricanes kämpften sich wieder heran und sorgten für einen spannenden Samstagabend-Unterhaltungs-Showdown. Die gesamten letzten fünf Spielminuten lieferte die Dramaturgie des Spiels „Big point“-Angriffe, die die 700 Zuschauer begeistert, bibbernd, zwischenzeitlich verzagend und schließlich euphorisiert jubelnd einen wahren Basketballfight verfolgen ließen.

Es gab gleich mehrere große Würfe, große Szenen an diesem Abend: Jule Schindlers Dreierduell mit Lea Vatthauer, Brooque Williams’ gefühlte fünf Meter hoher „Floater“ gegen Rotenburgs Zone, Mariesa Greenes und Hannah Pakulats Kampf um die offensiven Abpraller vom Brett. Und, wie gesagt, die Freiwürfe…

Große Szenen auch ums Spiel herum: Spendenaktion mit Tetso für die Caritas-Werkstätte in Neustadt, neun Minuten besinnlich-berauschender orientalischer Bauchtanz in der Halbzeit, Wurfduelle zwischen Schwimm- und Fußballteams, ein tolles Heimspielevent.

Und einen 76:68 Heimsieg. Fünf Siege in Folge präsentieren die Eisvögel ihren Fans in den vergangenen Wochen. Der bisherige Topwert dieser Saison. Man merkt, dass die einzelnen Teile immer besser ineinander greifen. Und doch bleiben die Eisvögel auch verletzbar. Es bleibt also spannend. Nicht zuletzt wegen der anstehenden Partien: Am kommenden Samstag beim Topteam Heli Girls Nördlingen, seines Zeichens bisher ohne Heimniederlage, und in der Woche drauf zuhause gegen DJK Brose Bamberg. Entscheidende Wochen. Wir freuen uns drauf!

Quelle: USC Eisvögel Freiburg e.V. (http://www.usc-eisvoegel.de)