Wenn man die Rhein-Main Baskets, ein Team, das über jede Menge guter Schützinnen verfügt, serviert bekommt mit einer Dreierquote von 1/14, dann muss man zugreifen. Führt man dann noch im dritten Viertel bei eigenem Ballbesitz mit 9 Punkten, sollte man auf einem richtig guten Weg sein. Seit man jedoch selbst im Fußball binnen weniger Minuten einen 4:0 Vorsprung verspielen kann, berufen sich einige Basketballer auf die Exklusivität jeglicher Dauerspannung und meinen den Beweis antreten zu müssen, dass im Basketball irgendwie irgendwo immer etwas geht (wir berichteten). Und so ging noch was für Rhein-Main.

Es wurde am Ende eine Zwei-Punkte-Niederlage (69:71), die sich die Eisvögel einfingen. Irgendwie ging eben nix mehr in der Schlussphase. Denn selbst der offene Schindler-Dreier, eine Sekunde vor Schluss bei minus Zwei abgedrückt, gedacht als Buzzer-Beater und dramatischer Höhepunkt eines fulminanten Ein-Punkt-Heimsiegs, krepierte in der Luft zum Oh-jeh-an-den-Ring-Ball und ließ die verdutzten Zuschauer mit einem Im-falschen-Film-Gefühl den Heimweg antreten.

Dabei wären es doch so tolle Anekdoten gewesen, die der 1-Punkt-Heimsieg ermöglicht hätte. Brooque Williams hätte sich mit einer respektablen Leistung im Team zurück gemeldet und gezeigt, dass mit ihr mehr geht – irgendwie. Jahzinga Tracey wäre mit ihrem Double-double die Mutter aller knappen Heimsiege geworden. Und die kleine große Ilka Hoffmann hätte sich mit ihrem 1.DBBL-Career-High von 10 Punkten auf den kollektiven Erdrückungsversuch beim Siegeshuddle gefasst machen dürfen.

Was fehlt? Dem Leser ein Fazit. Ruhig bleiben und an sich glauben. Angesichts der finanziellen Rahmenbedingungen, unter denen diese Saison in Freiburg Damenbasketball gespielt wird, ist ein 4/5 Sieg/Niederlage-Verhältnis nicht das Schlechteste. Ist eben blöd, vier mal in Folge zu verlieren. Aber es ist auch mehr Brauchbares als Nicht-Brauchbares vorhanden. Richtig Gutes sogar.

Fahren wir also nächstes Wochenende nach Marburg. Denn irgendwie geht irgendwo immer etwas (wir werden berichten).

Quelle: USC Eisvögel Freiburg e.V. (http://www.usc-eisvoegel.de)