Die Basketball AG am Gymnasium Ettenheim – 1989 bot Franz Hartmuth am Gymnasium Ettenheim zum erstenmal Basketball als Arbeitsgemeinschaft an, an der acht Jungen und ein Mädchen teilnahmen. Als die Anzahl immer größer wurde, halfen ein weiterer Lehrer und wechselnde Schülermentoren mit, den Übungs- und Wettkampfbetrieb aufrecht zu erhalten. 1996 verfügte die Schule erstmals über einen Satz Trikots (für alle Mannschaften), womit die Zeit, als die Spielernummern mit Kreide auf T-shirts geschrieben werden musste vorbei. Unsere Philosophie “Jedes Kind ist uns wichtig” wird auch gerade in der Basketball AG verwirklicht. Neben der Quantität (alle dürfen mitmachen – niemand wird ausgeschlossen) legen wir auch Wert auf Qualität (jedes Kind wird nach seiner Leistungsfähigkeit und seinem Interesse gefördert).

Mitte des Schuljahres 2004/05 Jahr war mit achtzig Mitgliedern aber ein Umfang erreicht, der von einer kleinen Schule (400-450 Schüler/-innen) nicht mehr zu leisten war, weder personell und räumlich, noch finanziell. Aus der Frage, ob Basketball auch weiterhin eine Chance in Ettenheim haben kann, wurde die Idee, einen Schul-Basketballverein zu gründen, geboren. Das bot sich geradezu an, da durch die AG bereits eine enorme Vorarbeit geleistet worden war und damit eine gute Grundlage für einen Erfolg bestand. Einen historischen Tag erlebte das Gymnasium und die Region Ettenheim dann am 12. Juli 2005, als Eltern, Schüler und Lehrer den Basketballverein Gymnasium Ettenheim e.V. (BG Ettenheim) gründeten. Das Ereignis wurde durch das Kultusministerium BW entsprechend gewürdigt und mit einer Anschubfinanzierung versehen. Außer den Basketballerfahrungen aus der Schul-Arbeitsgemeinschaft und einem Portion Elan fehlte es praktisch an allem: Trainer, Trainingszeit, Schiedsrichter, Kampfrichter und vor allem an einer Führung, die Erfahrung mit der Vereins- und Verbandsorganisation hatte. Außer einem ehemaligen Spieler konnte niemand Basketballwurzeln vorweisen. Trotzdem hat der BG Ettenheim bis heute eine ähnliche Entwicklung genommen, wie die AG zuvor. Die Mitgliederzahl wuchs von 52 Ende 2005 auf über 200 heute. Innerhalb von vier Jahren stieg die Anzahl der Wettkampfmannschaften von zwei auf acht (2008/09). Daneben ist noch eine Basketball Freizeitgruppe für Erwachsene entstanden. Die U16weiblich Schulmannschaft wurde 2006 verlustpunktfrei Meister im Bezirk Schwarzwald- Oberrhein (und war drei Jahre hintereinander als Schulmannschaft im Landesfinale JtfO) und spielte, wie die U20männlich zwei Jahre in der Jugendoberliga Baden.

In dieser Saison spielen sieben Ligateams. Die Herren sehen als Tabellenführer zuversichtlich einem Aufstieg aus der Kreisliga entgegen. Mit der U13weiblich (Kolibris) hat der BG Ettenheim wieder ein Nachwuchsteam, das über ein großes Potential verfügt: jeweils zwei Spielerinnen haben die Sichtung für die Bezirksauswahl Jahrgang 1996 bzw. 1997 erfolgreich passiert, vier Mädchen nehmen am Stützpunkttraining in Freiburg teil und die bisherigen vier Ligaspiele wurden deutlich gewonnen. Eine Schul-AG wird weiterhin für die Klasse 5 angeboten. Im vormals basketballfreien Umland haben sich inzwischen zwei weitere Basketballabteilungen gegründet (Offenburg, Kenzingen). Die ehemalige Schülerin S.Möller ist Stammspielerin bei den USC Eisvögeln Freiburg. M. Bohn, ebenfalls ehemalige Schülerin, spielt nach einem Schuljahr im Ausland im Team USC Freiburg Damen II. Mit C. Riehle ist eine weiteres Basketballtalent aus dem Umland (Schülerin in Lahr/Schwarzwald) im Bundesligakader der Eisvögel.

To sum up: Basketball in Ettenheim hat sich in einem “Basketball-Niemandsland” eher zufällig aus dem Nichts entwickelt und ist heute in der Region eine Sportart, an der nahezu zweihundert Kinder und Jugendliche und ein paar Erwachsene Freude haben und sie nicht mehr missen möchten. Mehr Infos zu BG Ettenheim findet man unter www.bg-ettenheim.de.