Sich – auch ohne die verletzt fehlende Sophie Eder – mit einem Heimsieg in die Weihnachtspause zu verabschieden, so lautete das Ziel von Friendsfactory Jahn München vor der Partie gegen den TSV Amicitia Viernheim am verschneiten Sonntagnachmittag. Das sich dies nicht einfach gestalten würde, war angesichts der Bilanz von acht Siegen und nur einer Niederlage, welche die Gäste mit nach München brachten, bereits klar. Viernheim war folglich auch bereits in den ersten Minuten darum bemüht das Spiel an sich zu reißen und erwischte einen guten Start, der in einer frühen 15:7 Führung resultierte. Insbesondere Ex-Nationalspielerin Alexandra Müller (am Ende 17 Punkte) zeigte sich in dieser Phase besonders treffsicher und verwandelte allein im ersten Viertel drei 3-Punkt-Würfe.

Es entwickelte sich nun ein temporeiches Spiel mit guten Trefferquoten, aber auch einigen Ballverlusten auf beiden Seiten. Ganz anders das zweite Viertel, in dem beide Teams in der Verteidigung einen Gang hochschalteten und folglich kaum noch freie Würfe zuließen. Friendsfactory konnte diesen Spielabschnitt mit 10:8 für sich entscheiden und somit zur Halbzeitpause auf 29:37 verkürzen. Angetrieben durch einige beherzte Aktionen zum Brett von Hannah Eitel (12 Punkte) sowie Verena Stürmlingers (16 Punkte, 8 Rebounds) Treffsicherheit aus der Mitteldistanz, konnte sich Friendsfactory zu Beginn der zweiten Halbzeit im Spiel halten und den Rückstand weiter verkürzen, der mit Ablauf des dritten Viertels durch einen spektakulären Dreier von Nicole Schmidt (Top-Scorerin mit 18 Punkten) auf 49:53 geschrumpft war. Jetzt war wieder alles möglich. Im Schlussabschnitt sahen die Zuschauer ein höchst spannendes Spiel, in dem Friendsfactory sich nicht abschütteln ließ und stets nur mit zwei oder vier Punkten zurücklag.

Es wollte jedoch einfach nicht gelingen endlich die Führung zu übernehmen, da sich die Münchnerinnen ausgerechnet bei diesen Gelegenheiten einige Fehlwürfe oder Ballverluste erlaubten und seitens der Viernheimerinnen Johnette Walker (18 Punkte) eiskalt punktete. Als schließlich Sabina Merrill zwei Minuten vor Schluss mit einem erfolgreichen Dreier auf 64:58 aus Sicht der Gäste erhöhte, konnte sich Friendsfactory davon nicht mehr erholen und musste sich schließlich mit einer 65:72 Niederlage begnügen. Dennoch lässt die insgesamt gute Leistung für das neue Jahr hoffen, das für den Aufsteiger am 8.1. mit einem Heimspiel gegen Keltern beginnt.

Scouting unter: http://www.dbbl.de/cms/index.php?section=dbbl&cmd=scouting&subid=1554.

Foto: P. Oedinger