In einem dramatischen Spiel konnten sich die Gastgeber gegen die Gäste aus München Ost nach Verlängerung mit 85 – 80 durchsetzen. Vor ca. 50 Zuschauern erwischten die Gäste den beseren Start und führten nach 3 Minuten mit 4-0. Mit 7 Punkten in einer Minute drehten die Slamas die Partie jedoch und bis zur 8. Minute kein Team entscheidend absetzen (11-12). Dann zogen die Gastgeber durch zwei 3er von Teschemacher und Steinert und vier weitere Punkte von Heinrich und Leipnitz mit einem 10-0 Run auf 21-12 davon. Wer gedacht hatte das die Slamas jetzt davonziehen wurde sofort eines besseren belehrt. Mit 6 schnellen Punkten verkürzte Ost bis zum Viertelende auf 18-22 und drehten das Spiel mit einem 15-5-Run gegen die alles andere als sattelfeste Zonenverteidigung der Gröbenzeller komplett. (33-27 für Ost). Doch Gröbenzell kämpfte sich bis zur Pause durch 5 Punkte von Matzeder und einen 3er von Steinert zurück und es ging mit 35-35 in die Halbzeit.


In der zweiten Hälfte kamen die Gäste wieder besser aus den Startlöchern und vor allem der Ostler Breitreiner war in dieser Phase nicht zu kontrollieren. Allein 10 der 12 Punkte zur zwischenzeitlichen 47-39-Führung gingen auf sein Konto. Doch die Gröbenzeller rissen sich wieder zusammen und Heinrich, Matzeder und Schnieber brachten die Gastgeber bis zum Ende des 3ten Viertels wieder mit 54-53 in Front.

Zwar konnte Steinert nach 3 Minuten mit einem 3er auf 59-57 erhöhen, doch anschließend machten sich die Slamas das Leben wieder selbst schwer und erzielten ganze 4 Minuten keinen Feldkorb und waren auch nur einmal von der Freiwurflinie erfolgreich. So stand es 3 ½ Minuten vor dem Ende 60-66 aus Sicht der Gastgeber und das große Zittern begann. Und dies betraf vor allem Center Michi Matzeder, der von der Freiwurflinie nicht seinen besten Tag erwischt hatte und in dieser Phase von 6 Freiwürfen nur 3 verwandeln konnte. Nach zwei erfolgreichen Freiwürfen der Ostler stand es nu 65-68 für Ost. Doch der am heutigen Tag von der 3er-Linie sehr treffsichere Steinert glich 1 ½ Minuten vor dem Ende aus. Im Anschluss waren beide Teams jeweils 2 mal bei 4 Versuchen von der Freiwurflinie erfolgreich und es ging mit 70-70 in die Schlussminute. Doch nun überboten sich beide Teams im Auslassen von Chanchen und das ganze gipfelte in einem Buzzerbeater des Ostlers Breitreiner, der ein Stück zu kurz war und die Gastgeber in die Overtime rettete.

Hier zogen die Slamas mit einem 10-0-Run zwei Minuten vor dem Ende auf 80-70 davon und hatten das Spiel scheinbar schon abgehakt. So kamen die Ostler immer näher heran und 4 Sekunden vor dem Ende Stand es 82-80 für Gröbenzell, aber München Ost hatte den Ball an der Grundlinie der Gröbenzeller. Der Einwurf kam zur Nummer 7 der Ostler, Such, der sich zum Korb durchtanken wollte. In den Augen der Schiedsrichter aber einen Spur zu heftig und so kassierte er ein Offensiv-Foul an Heinrich 0,7 Sekunden vor dem Ende. Mit dieser Entscheidung wollte er sich aber nun so gar nicht abfinden und kassierte nach verbalen Entgleisungen noch ein technisches Foul und im Anschluss ein disqualifizierendes Foul. Leipnitz verwandelte 3 der 4 Freiwürfe und Gröbenzell ging mit 85-80 als Sieger vom Feld.

Spielerisch liegt zwar noch einiges im Argen, aber die Gröbenzeller steckten nie auf und kämpften bis zum Ende. Letztendlich ist der Sieg zwar etwas glücklich aber nicht unverdient. Für das Spiel am nächsten Samstag in Freising ist aber mit Sicherheit eine Leistungssteigerung notwendig, um dort eine realistische Chanche auf den Sieg zu haben. Und natürlich: Ein Spiel ist erst vorbei, wenn der Schiri abgepfiffen hat!