Die U14-Youngsters des Fördervereins der Basketballstiftung Bamberg konnten auch bei der Bayerischen Endrunde am vergangenen Wochenende in Breitengüßbach ihren Höhenflug fortsetzen und blieben als einziges Team unbesiegt. Mit drei teilweise deutlichen Siegen konnte die männliche Basketball-D-Jugend des Fördervereins Bamberg (Jahrgänge 1995 u. jünger) erneut die Bayerische Meisterschaft erringen und qualifizierte sich damit gleichzeitig für die Regionalliga-Südost-Meisterschaft, die am 9./10. Mai wieder in Breitengüßbach als erste Qualifikationsrunde zur Deutschen Meisterschaft ausgetragen wird. Der hoffnungsvolle Freak-City-Nachwuchs unterstrich dabei einmal mehr seine Klasse und den aktuell überragenden Stellenwert der Bamberger Nachwuchsarbeit.

Wie schon in den Vorrunden wusste der vom Trainergespann Hans-Jürgen Uch und Heiner Desch gecoachte Brose-Nachwuchs dabei in nahezu allen Belangen zu überzeugen. Lediglich der TSV Weilheim, der sich zusammen mit dem Förderverein für die nächste Runde qualifizierte, bewegte sich auf Augenhöhe mit den Förderverein-Kids und stellte erstmals einen ernsthaften Prüfstein für die Bamberger dar. Im ersten Spiel gegen die Würzburg Baskets, die man in der vorangegangenen nordbayerischen Vorrunden bereits klar mit 110:62 besiegt hatte, ließ die Fördervereinsmannschaft von Anfang an keine Zweifel aufkommen, dass man dieses Spiel erneut gewinnen wollte. Schon zu Beginn des 2. Viertels lagen die wie aufgedreht spielenden Bamberger 24:5 vorne. Auch im zweiten Abschnitt fanden die Würzburger kaum ein probates Mittel gegen die aggressive Abwehr der Bamberger, die ihren Vorsprung mit etlichen Schnellangriffen zu einer deutlichen 43:15-Halbzeit-Führung ausbauen konnten. Dem Förderverein genügte eine insgesamt gesehen mittelmäßige Leistung, um die harmlosen Unterfranken am Ende standesgemäß mit 85:45 abzufertigen.

Zweiter Gegner der Bamberger war das Team der TS Jahn München, welches zuvor bereits knapp mit 93:101 gegen den TSV Weilheim verloren hatte und somit bereits mit dem Rücken zur Wand stand. Aber auch gegen die Oberbayern, die mit Pelger (25/3 Dreier) lediglich einen Spieler aufzubieten hatten, der sich wiederholt gegen die agile Bamberger Abwehr durchsetzen konnte, führte der Förderverein dank seiner Größenvorteile und sicheren Würfen von Beginn an und baute seinen Vorsprung nach starkem Beginn über 36:11 (1. Viertel) mit konzentrierter Spielweise und gutem Fastbreakspiel bis zur Halbzeit schon auf 65:21 aus. Kurz vor Ende des letzten Viertels (100:37) wurde unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer bereits die 100er-Marke geknackt und am Ende kam ein 135:54-Kantersieg des Fördervereins zustande.

In der abschließenden dritten Begegnung gegen den TSV Weilheim kam es somit zu einem „echten Endspiel“ der beiden bis dahin ungeschlagenen Mannschaften. Endsprechend engagiert gingen beide Teams in den Anfangsminuten zu Werke und es entwickelte sich von Beginn an ein offener Schlagabtausch mit vielen guten Offensivaktionen und ständig wechselnder Führung. Zu Beginn des 2. Viertels lag der Förderverein noch knapp mit 28:30 hinten, führte kurzfristig 39:32 (5. Min.), doch immer wieder fanden die Weilheimer Thompson (49/4 Dreier), Ferizaj (24/1) und Brem (15) eine Lücke in der nachlässigen Bamberger Abwehr und sorgen so bis zur 7. Min. wieder für einen 43:43-Gleichstand. Nach der knappen 53:50-Führung zur Halbzeit kamen die Bamberger vollmotiviert aus der Kabine, mussten jedoch rasch wieder den 57:57-Ausgleich (3. Min.) hinnehmen, ehe sich der Förderverein nach dem zweiten Dreier von Hager (6/2) und Punkten von Wolf (32) und Heidrich (13) erstmals mit 71:65 (7. Min.) leicht absetzen und diesen Vorsprung bis zum letzten Viertel (82:75) behaupten konnte. Doch die Weilheimer Gäste blieben gefährlich, einen Dreier von Bambergs Thomas (26/1) zum 93:82 (5. Min.) beantwortete Weilheims überragender Aufbauspieler Thompson postwendend ebenfalls mit einem Dreier, doch Bambergs Kapitän Kohn (18) stellte mit einem Schnellangriff in der 8. Min. den vermeintlich beruhigenden 99:87-Vorsprung der Bamberger wieder her, so dass das Spiel jetzt doch noch den erwarteten Verlauf zu nehmen schien. Die Weilheimer gingen jetzt zu einer aggressiven Ganzfeldpresse über, welche eine Reihe von leichtfertigen Ballverlusten der Bamberger Aufbauspieler herauf beschwor und den Vorsprung des Fördervereins innerhalb kurzer Zeit dahinschmelzen ließ. Mit seinem vierten Dreier sorgte der Weilheimer Thompson zum Entsetzen der Bamberger Zuschauer kurz vor dem Ende sogar für den 99:97-Anschluss. Doch dem besten Bamberger, FV-Center Christopher Wolf, war es in den Schlusssekunden vorbehalten, nach einer gelungenen Passstafette den knappen 103:99-Siegtreffer des Brosenachwuchses zu machen und damit die vielumjubelte Bayerische Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen.

Quelle: www.f1st.de