2. BBL: Aus der Traum

Die TU Silverminers Schwaz verlieren beim Meisterturnier der besten vier Mannschaften der 2. Basketball Bundesliga beide Spiele. Die Schwazer Basketballer beenden damit die Saison auf dem ausgezeichneten 4. Platz von 18 Mannschaften. Die Silverminers verlieren im Halbfinale gegen Kos Klagenfurt mit 91:79 (47:34). Die Schwazer spielen eine schwache erste Hälfte und zeigen speziell in der Verteidigung immer wieder ungewohnte Schwächeperioden, die vom Slowenen Davor Sattler stets exzellent ausgenutzt werden. Mit einem 34:47 Halbzeitrückstand gehen die Schwazer in die Kabine. Coach Kaufmann findet in der Pause die richtigen Worte und motiviert seine Spieler wieder.

Die Mienenarbeiter graben tief und holen Punkt um Punkt auf. Renan Ferreira scort 24 Punkte und bringt seine Schwazer Punkt um Punkt heran. Als die Schwazer Sekunden vor Ende des dritten Viertels den Rückstand auf 6 Punkte verkürzen, bricht Jubel bei den mitgereisten Fans aus. Doch die Freude währt nur kurz, denn mit der Schlusssirene verwandeln die Klagenfurter einen ihrer 9 Dreier und gehen mit 57:66 ins letzte Viertel. Im letzten Viertel kämpfen die Schwazer mit viel Herz weiter. Danijel Bogeljic trifft 7 Minuten vor Ende der Partie einen wichtigen Wurf, der die Silverminers in 3 Punkte Schlagdistanz bringt. Aber 3 fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichterduos gestatten es den Klagenfurtern wieder davon zu ziehen. Diese spielen danach routinert die Partie zu Ende und ersticken den Titeltraum der Miners im Keim. Das zweite Halbfinale entwickelt sich zu einer klaren Angelegenheit für den Titelverteidiger LZ Nö Süd, die den Gastgeber mit 63:87(37:43) in ihre Schranken weisen.

Das Spiel um Platz 3 am nächsten Tag ist in der Abwesenheit von Guard Michael Allinger und Danijel Bogeljic nur bis zur Pause halbwegs offen. Der Ex-Spanien Legionär Bautista zeigt eine wahre Offensiv-Show. Der Profi in Reihen der Dornbirner trägt sein Team fast im Alleingang und scort sage und schreibe die ersten 18 von 22 Punkten seines Teams. Die Dornbirner überlaufen im dritten Viertel die Silverminers und nützen einen 28:2 Run zur vorzeitigen Entscheidung. Das letzte Viertel bietet bei beiden Mannschaften den Bankspielern ausreichend Spielzeit und Schwaz kann das Ergebnis nur noch geringfügig „verschönern“.

„Der Biss hat im letzten Spiel gefehlt. Wir waren mental einfach erledigt!“, erklärt Coach Kaufmann, „Wir hatten im ersten Spiel unsere Chancen gehabt, aber einfach zu viele leichte Punkte der Klagenfurter zugelassen. Wir haben leider nicht unsere beste Leistung abgerufen, als wir es benötigten. Im Spiel um Platz 3 war Dornbirn einfach zu stark. Unser Tank war leer! Aber wir können mit der Saison insgesamt zufrieden sein. Mit dem 4. Platz von 18 Teams in der zweithöchsten Liga brauchen wir uns nicht verstecken.“

„Wir haben im Rahmen unsere personellen und finanziellen Grenzen, das wohl beste Ergebnis erreicht und uns den Respekt vieler erarbeitet. Wir sind in dieser Form ein noch sehr junger Verein und möchten uns jede Saison spielerisch und organisatorisch verbessern. Wir sind auf einem guten Weg und hoffen in den nächsten Jahren noch viele Jugendliche diesen tollen Teamsport näher bringen zu können“, so resümiert Obmann Allinger und meint weiter: „Die Sponsorensuche im Schatten der großen zwei in Schwaz (Anm.: Handball und Fussball) ist nicht immer leicht, aber ich möchte mich dennoch bei allen Partnern, die uns zur Seite stehen ganz herzlich bedanken.“

Foto: silverminers.net