Eisvögel gewinnen ihr Heimspiel gegen Donau-Ries mit 93:75 (45:37). Dank einer überragenden Trefferquote bleiben zahlreiche Nachlässigkeiten in der Verteidigung ungestraft.

Offense wins games, defense wins championships. Eine oft zitierte Basketball-Weisheit, die auch an diesem Abend wieder angeführt werden muss. Denn die Eisvögel haben zeitweise berauschenden Basketball gespielt, schnell kombiniert und traumwandlerisch sicher abgeschlossen. Dadurch konnten sie dieses eine Spiel für sich entscheiden – doch meisterlich war die Vorstellung nicht. Denn die Gäste aus Donau-Ries fanden immer wieder Lücken in der Freiburger Verteidigung. Angeführt von ihrer besten Passgeberin, Amanda Rego (7 Assists an diesem Abend), wussten sie diese immer wieder zu einfachen Körben zu nutzen. So blieb die ganz große Euphorie aus an diesem Abend in der Freiburger Uni-Halle – auch wenn die Partie an sich sehr ansehnlich war.

Zwar starteten die Eisvögel mäßig in die Partie (5:12, 3.Minute), doch zum Ende des ersten Viertels konnten sie zu den Gästen aufschließen. Anschließend konnten die Freiburgerinnen die Führung verteidigen, wenn auch nie mit komfortablem Vorsprung. Erst ein Schlussspurt zur Pausensirene sorgte für etwas Sicherheit. In die zweite Hälfte starteten die Eisvögel dann nach Plan: Mirna Paunovic, an diesem Tag die treffsicherste Akteurin, erzielte zwei Dreipunktewürfe in Folge, ihre Teamkolleginnen sorgten in der Verteidigung für Ballgewinne, und eigentlich hätte schon hier die Vorentscheidung fallen können. Doch Donau-Ries spielte munter mit, nutzte eiskalt Freiburger Fehler in der Verteidigung, und sorgte so immer wieder für gezielte Nadelstiche. Selbst als Jule Schindler einen Verzweiflungswurf aus über acht Metern Entfernung verwandelte, sorgten die Gäste innerhalb weniger Sekunden für eine Antwort. Glücklicherweise hatten die Eisvögel an diesem Abend ein goldenes Händchen: erneut Jule Schindler und dann zweimal Yvonne Turner sorgten mit weiteren erfolgreichen Dreipunktwürfen für die vorzeitige Entscheidung.

In der Endabrechnung fanden zehn Dreipunktewürfe ihr Ziel, insgesamt war mehr als jeder zweite Wurf der Freiburgerinnen erfolgreich. Fantastische Statistiken, die an diesem Abend den Unterschied ausmachten. Das Defensivverhalten hingegen wird wohl noch ein paar Mal Gesprächsthema sein in dieser Woche. Auch wenn man dabei nicht vergessen darf, dass Donau-Ries jeden noch so kleinen Fehler gnadenlos auszunutzen wusste – eindeutig ein Qualitätsmerkmal der heutigen Gäste. So können die Eisvögel sich über einen erneuten Heimsieg freuen, doch nun steht erst einmal wieder eine unangenehme Auswärtsfahrt an: am kommenden Samstagabend sind die Freiburgerinnen in Saarlouis zu Gast. Für diese ist von nun an jedes Spiel ein Endspiel, so dass die Eisvögel sich dort nicht nur auf ihre Trefferquote verlassen dürfen.

Quelle: USC Eisvögel Freiburg e.V. (http://www.usc-eisvoegel.de)