Die Freiburgerinnen entführen am Sonntagnachmittag die Punkte aus Nördlingen – 76:82 (39:38). In einem Spiel mit ständigem Führungswechsel zeigen die Eisvögel ein fulminantes Schlussviertel.

Geänderte Vorzeichen – das war die Überschrift für den Vorbericht. Es könnte ebenso die Überschrift für diese abwechslungsreiche Partie sein, bei der sich beide Mannschaften von Beginn an nichts schenkten. Denn die Gastgeberinnen aus Donau-Ries hatten zu Beginn die besseren Vorzeichen und bestätigten ihre spielerische Klasse: durch einfache Punkte in Korbnähe zwangen sie die Freiburgerinnen schon früh zu einer ersten Auszeit (10:4) – erst danach fanden die Eisvögel besser ins Spiel. Marie-Anne Bohn mit einem spektakulären Dreipunktspiel, Yvonne Turner und Sarah Hayes verkürzten auf einen Punkt Rückstand, wenig später sorgte Jahzinga Tracey für den ersten Führungswechsel der Partie. Es sollte nicht der einzige bleiben.

Denn postwendend fanden die Donau-Rieserinnen eine Antwort, die in der ersten Halbzeit überragende Dasa Rajecka spielte die Freiburger Verteidigung schwindelig und sorgte fast im Alleingang für die 24:18-Führung zur ersten Pause. Aus welcher die Eisvögel besser zurückkamen: schon innerhalb weniger Minuten war der Vorsprung egalisiert. Doch wer nun auf eine Kehrtwende hoffte, wurde eines besseren belehrt: innerhalb der nächsten 20 Minuten waren Führungswechsel an der Tagesordnung. Mal konnten die Gäste aus Freiburg knapp in Führung gehen, dann waren wieder die Gastgeberinnen am Zug.

Donau-Ries hatte direkt nach der Halbzeitspause (39:38) erstmals die Chance, vorentscheidend davonzuziehen. Nach einer starken Phase von Doro Richter konnten sie sich auf sieben Punkte absetzen. Doch die Freiburgerinnen reagierten, setzten die Gastgeberinnen unter Druck und zwangen sie so zu Fehlern. Mit einem Dreipunktewurf sorgte Mirna Paunovic für den erneuten Ausgleich (51:51), und zu Beginn des Schlussviertels lag nur ein Pünktchen zwischen den beiden Teams (55:54). Eine spannende Schlussphase deutete sich an.

Und diese spielte sich mit geänderten Vorzeichen ab – allerdings zu Gunsten der Freiburgerinnen. Denn während die Donau-Rieserinnen den besseren Start in die Partie erwischten, war das Schlussviertel ganz in den Händen der Eisvögel. Mit einem 16:3-Lauf starteten sie in den Schlussabschnitt, und wurden nun von den Jägern zu den Gejagten. Doch selbst eine teilweise hektische Schlussphase mit vielen Fouls und Freiwürfen überstanden sie unbeschadet. Nervenstark und mit wichtigen Ballgewinnen konnten sie die Überraschung perfekt machen – ein Auswärtssieg bei der Mannschaft der Stunde aus Donau-Ries.

Nach vielen Spielen haben die Eisvögel nun endlich aus mehr Würfen auch mehr Punkte als ihr Gegenüber gemacht – und das gegen die noch immer beste Verteidigung der Liga. Dennoch haben sie das Spiel nicht in der Offensive gewonnen, sondern durch ihre konsequente Verteidigungsarbeit. Diese wird auch am kommenden Sonntag von Nöten sein, wenn Tabellennachbar Herne zu Besuch im Breisgau sein wird.