Die Freiburgerinnen setzen ihren guten Saisonstart fort und gewinnen bei HELI Donau-Ries mit 62:70 (33:31). Einziger Wermutstropfen ist mal wieder die Pokalauslosung. Es war am Ende ein Arbeitssieg, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Gastgeberinnen wollten nach drei sieglosen Spielen in Folge endlich mal wieder einen Erfolg, am besten vor heimischer Kulisse. Die Eisvögel hingegen kamen mit Rückenwind aus dem Breisgau angereist, da sie einen mehr als zufriedenstellenden Saisonstart hingelegt hatten. Entsprechend motiviert begannen die Donau-Rieserinnen die Partie, kämpften um jeden Ball und kamen so zu vielen zweiten Chancen. Diese benötigten sie allerdings auch, da die Eisvögel die deutlich bessere Trefferquote aufzuweisen hatten und sich so im Spiel hielten. Symptomatisch war das Ende einer ausgeglichenen ersten Hälfte, als die Topscorerin der Partie, Amber Sprague, für die Gastgeberinnen einem Fehlwurf nachsetzte und mit der Schlusssirene den Ball zur Halbzeitführung (33:31) in den Korb tippte.

Dies schien die Donau-Rieserinnen so zu beflügeln, dass sie deutlich besser in die zweite Hälfte starteten. Nach wenigen Minuten hatten sie sich auf 39:33 abgesetzt und befanden sich auf einem guten Weg, die Partie für sich zu entscheiden. Doch nun hatten die Eisvögel ihre beste Phase: mit deutlich mehr Biss in der Verteidigung und viel Drang zum Korb glichen sie die Partie zunächst aus und konnten sich zwischenzeitlich sogar auf bis zu sieben Punkte absetzen. Doch Donau-Ries gab sich nicht auf. In der 32. Minute wurden diese Bemühungen belohnt, unter großem Jubel gelang den Gastgeberinnen der Ausgleich (52:52). Die Freude währte allerdings nicht lange, denn schon im Gegenzug sorgten Svenja Brunckhorst und Mirna Paunovic für die erneute Führung der Eisvögel. Diese wurde dann auch bis zum Schluss verteidigt, auch weil die Freiburgerinnen nun sehr konzentriert verteidigten und kaum mehr Chancen zuließen. In den Schlussminuten war es dann ein ungefährdeter Sieg, doch lange Zeit war der Ausgang der Partie ungewiss.

Es ist nun also für eine Woche verkehrte Welt in der DBBL, mit den Eisvögeln und den beiden Aufsteigern aus Osnabrück und Rotenburg an der Tabellenspitze und etablierten Teams wie Wasserburg, Marburg und Saarlouis in der unteren Tabellenhälfte. Lang anhalten dürfte dieser Ausnahmezustand sicherlich nicht, und insbesondere von Saarlouis wird erwartet, dass sie sich bald in der Tabelle nach oben katapultieren werden. Pech für die Eisvögel, denn gerade sie dürfen die Saarlouis Royals am kommenden Samstagabend in der Uni-Halle empfangen – eine heikle Aufgabe!

Kein Treffen in der Uni-Halle wird es für die Eisvögel allerdings im Pokal geben – schon fast traditionell ergab die DBBL-Pokal-Auslosung ein Auswärtsspiel für die Eisvögel, und das auch noch bei einem ambitionierten Erstligisten, den evo NB Oberhausen. Große Aufgaben stehen den Eisvögel also bevor, sowohl in der Liga, als auch im Pokal – man darf gespannt sein!

Quelle: USC Eisvögel Freiburg e.V. (http://www.usc-eisvoegel.de)