Im Heimspiel gegen Oberhausen gelingt den Freiburgerinnen ein 85:65 (42:31)-Erfolg. Dank einiger Zwischenspurte vermeiden sie dabei eine nervenaufreibende Schlussphase. Woran lässt sich eine gute Mannschaftsleistung im Basketball erkennen? An der Höhe der Korbdifferenz? Sicherlich nicht. An der Leistung einzelner Spielerinnen? Auch das greift zu kurz. Viel eher ist es die Tatsache, dass alle Spielerinnen zum Einsatz kommen und ihren Teil zum Erfolg beitragen können. Und diesem Ziel sind die Eisvögel an diesem Samstagabend sehr nahe gekommen.

Dabei lässt sich der Spielbeginn aus Freiburger Sicht mit viel Wohlwollen als „zurückhaltend“ umschreiben. Die Gäste aus Oberhausen hatten sich einiges vorgenommen für ihr Gastspiel im Breisgau, und starteten deutlich besser in die Partie. Nach drei Minuten stand es 2:8 aus Freiburger Sicht, und neben vergebenen Freiwürfen und Korblegern standen auch gleich schon vier Ballverluste zu Buche. Doch schon bald fanden die Eisvögel zu ihrem Spiel. Durch Dreipunktewürfe von Sissi Höre und Yvonne Turner gingen sie noch vor der ersten Pausensirene erstmals in Führung (19:17). Diesen Schwung nahmen sie dann auch unvermindert ins zweite Viertel mit, und sie begannen, ihre Stärken auszuspielen: sicher in der Verteidigung, schnell und direkt im Abschluss. Mit wenigen Pässen war der Weg zum Korb gebahnt, und ebenso schnell hatten die Eisvögel eine komfortable Führung auf ihrer Seite. Oberhausen suchte immer nach einer Antwort, doch an diesem Abend hatten die Freiburgerinnen einfach durchgehend das glücklichere Händchen.

Nach der Halbzeitspause verflachte das Spiel zunächst etwas, Ballverluste reihten sich an Fehlwürfe, bevor wie schon im Eröffnungsviertel zwei Dreipunktewürfe, diesmal von Mirna Paunovic, für einen „Hallo-Wach-Effekt“ sorgten. Und wie schon in der ersten Halbzeit nahm Eisvögel-Trainer Harald Janson nun seine deutschen Spielerinnen in die Pflicht: bis zum Spielende standen nun durchgängig drei Spielerinnen mit deutschen Pass auf dem Feld, und sie fügten sich nahtlos in die Angriffswelle der Freiburgerinnen ein. Mitte des Schlussviertels war der Vorsprung bereits auf 20 Punkte angewachsen, die befürchtete knappe Schlussphase blieb somit aus – und auch das stetige Aufbäumen der Gäste aus Oberhausen blieb am Ende ohne Erfolg.

Für die Eisvögel ein erfolgreicher Arbeitstag: fast alle Spielerinnen konnten positive Statistiken verbuchen, die Mannschaftsleistung stimmte sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung, und das Punktesammeln in der Liga hält an. Das Publikum in der Uni-Halle genoss die Vorstellung und freut sich bereits auf mehr. Allerdings steht für die Eisvögel nun erst einmal wieder eine anstrengende Auswärtsreise auf dem Programm – am kommenden Samstag geht es zu den Halle Lions.