Die Eisvögel erwarten am Samstagabend zu Hause die ChemCats aus Chemnitz. Dabei ist es gut möglich, dass am Ende des Spiels Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden werden. Millimeter fehlten Jahzinga Tracey am vergangenen Samstag in Leipzig, um zwei Sekunden vor Spielende den entscheidenden Pass zum Siegtreffer zu fangen. Zentimeter entschieden über Erfolg oder Misserfolg bei den Freiwürfen, die für den Spielausgang ausschlaggebend waren – und fehlende Zentimeter auf dem Anschreibebogen taten ihr Übriges (siehe Artikel „Phantomkorb in Leipzig“). Und die Tatsache, dass dank neuer Regeln eine Mannschaft bei weniger als zwei Minuten Spielzeit nach eigener Auszeit den Ball nur 8,25 Meter vom gegnerischen Korb entfernt überhändigt bekommt, wurde den Eisvögeln sogar in beiden letzten Spielen zum Verhängnis. Denn sowohl die Rhein-Main Baskets als auch die Leipzig Eagles konnten so mit der Schlusssirene das Spiel für sich entscheiden. Auch gegen Chemnitz ist eine heiße Schlussphase alles andere als unwahrscheinlich. Nur dass die Eisvögel vor eigenem Publikum diesmal obenauf sein möchten.

Die Gäste, die ChemCats aus Chemnitz, mischen nach einem Jahr Dominanz in der zweiten Liga nun wieder in der Eliteklasse mit. Als aktuelle Gemeinsamkeit mit den Eisvögeln weisen sie eine Serie von vier knappen Niederlagen in Folge auf. Somit bekommt die Partie am Samstagabend eine besondere Brisanz: denn nur eine Mannschaft kann zurück in die Erfolgsspur finden, für die andere brechen unangenehme Zeiten an. Da beide Teams mit ähnlichen Voraussetzungen in die Partie gehen und in der Tabelle nur einen Punkt voneinander entfernt sind, ist ein spannender Verlauf schon fast vorprogrammiert.

Bei den Gästen aus Chemnitz sind zwei der kleinsten Spielerinnen die Größten auf dem Feld: Aufbauspielerin Brianne O’Rourke ist als unermüdliche Antreiberin der Kopf der Mannschaft, gehört zu den drei besten Passgeberinnen der Liga und ist zudem aus der Distanz gefährlich. Ihre Landsfrau Melissa Jeltema ist beste Punktesammlerin der Mannschaft und fühlt sich sowohl in Korbnähe als auch von der Dreipunktelinie wohl. Dritte Amerikanerin im Team von Raoul Scheidhauer ist Corrie Fertitta Cromer, welche für die nötige Präsenz unter dem Korb sorgt, gleichzeitig aber über einen ausgezeichneten Dreipunktewurf verfügt. Auf den deutschen Positionen sind die Chemnitzerinnen sehr ausgeglichen besetzt. Hervorzuheben sind hier unter anderem Nadine Grieb sowie die beiden erst 18jährigen Christina Schnorr und Jenny Menz – letztere ist die Schwester von Tina Menz, welche in der vergangenen Saison für die Eisvögel auf dem Parkett stand.

Tina Menzs Rolle im Freiburger Team wird in dieser Saison von Jule Schindler, Sissi Höre und Neuzugang Yvonne Turner ausgefüllt. Vieles wird davon abhängen, ob dieses Trio an diesem Samstagabend eine gute Leistung abrufen und ihre Gegenparts in Schach halten kann. Wenn zudem alle Leistungsträgerinnen der Freiburgerinnen fit sind und ausreichend Unterstützung ihrer Mitspielerin bekommen, dann erwartet das Freiburger Publikum an diesem Samstag (19:30 Uhr, Uni-Halle) ein hochdramatisches Duell um sogenannte „Big Points“. Ein Metermaß wird nicht nötig sein, aber starke Nerven und gutgeölte Stimmbänder. Alle Adrenalinjunkies sind eingeladen: anfeuern, mitfiebern, mitfreuen!

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