Die Freiburgerinnen schlagen BBV Leipzig Eagles mit 71:54 (40:28). Dabei wissen sie vor allem in der Verteidigung und unter den Körben zu gefallen. Die Ausgangssituation ließ auf einen spannenden Abend hoffen, waren die Gäste doch ebenso wie die Eisvögel auf zwei Punkte im Saisonendspurt angewiesen. Dass es letztlich etwas entspannter wurde, ärgerte zumindest auf Freiburger Seite niemanden. Auch wenn die Eisvögel gerne wieder ein offensives Feuerwerk wie beim letzten Heimspiel gezündet hätten, so können sie auch mit diesem Arbeitssieg zufrieden sein. Denn groß war die Befürchtung vor dem Spiel, ähnlich wie vor einigen Wochen gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner Federn zu lassen.

Dass im Vergleich mit den Eisvögeln aus Freiburg und den Adlern aus Leipzig die erstgenannten die Lufthoheit behalten würden, deutete sich bereits in den ersten Minuten des Spiels an. Denn von zu Beginn an war den Freiburgerinnen anzumerken, dass sie an diesem Abend keine Geschenke verteilen wollten, und so landete ein Großteil der Rebounds in den Händen Freiburger Spielerinnen. Während Leipzig im ersten Viertel noch die lange Reise in den Knochen zu stecken schien, waren die Eisvögel hellwach und kamen zu zahlreichen Ballgewinnen. Die letzte Szene des ersten Viertel machte dies deutlich: Jule Schindler mit Steal und Assist auf die treffsichere Mirna Paunovic – nach zehn Minuten stand es 23:11 für die Eisvögel. Im zweiten Viertel kamen die Gäste besser ins Spiel. Angeführt von ihrer Aufbauspielerin Katarina Flasarova und Topscorerin Amy Sanders fanden sie jetzt öfter den Weg zum Korb und an die Freiwurflinie. Die Eisvögel hatten währenddessen eine kleine Durststrecke zu überwinden, die sie allerdings rechtzeitig vor der Halbzeitspause (40:28) wieder beendeten.

Das dritte Viertel war geprägt von hoher Verteidigungsintensität aber gleichzeitig wenig Höhepunkten im Abschluss. Zwar waren die Eisvögel optisch überlegen und erarbeiteten sich zahlreiche Steals und zweite Chancen – doch letztlich schafften sie es nicht genügend, dies auch in Punkte umzuwandeln. Erst durch Dreipunktewürfe von Dana Penno und Birte Wehrenbrecht konnte der Bann kurzzeitig gebrochen werden. Gleichzeitig konnten aber auch die Gäste sich gegen die dichte Eisvögelverteidigung nicht durchsetzen und erzielten im gesamten dritten Viertel gerade einmal fünf Punkte. Durch die nun deutliche Führung verlief das letzte Viertel relativ ereignisarm. Nachdem auch eine Pressverteidigung der Gäste keine Wirkung zeigte, steuerten die Eisvögel schließlich einem ungefährdeten Heimsieg entgegen.

Neben der Reboundüberlegenheit und einer ausgeglichenen Punkteverteilung (neun Spielerinnen punkteten) fiel positiv auf, dass die Eisvögel über weite Strecken des Spiels ihre Verteidigungsleistung auf hohem Niveau halten konnten. Dies wird auch kommende Woche von Nöten sein, wenn mit den Rhein-Main Baskets eine der offensivstärksten Mannschaften der Liga in Freiburg Station machen wird.

Quelle: USC Eisvögel Freiburg e.V. (http://www.usc-eisvoegel.de)