USC Eisvögel Freiburg: 1200km, 20 Stunden, 2 Punkte

Eisvögel gewinnen in Wolfenbüttel 77:69 (37:25). Schon auf der Heimfahrt kreisen die Gedanken um den nächsten Gegner. Die Freiburgerinnen legen momentan einen Traumstart hin. Das gilt sowohl für den bisherigen Saisonverlauf als auch für das Spiel am Samstagabend im 600km entfernten Wolfenbüttel. Bereits nach drei gespielten Minuten mussten die Gastgeberinnen erstmals eine Auszeit beantragen – der Grund: die Eisvögel setzten sich bereits vom Sprungball weg ab, und selbst gegen die Zonenverteidigung von Wolfenbüttel fanden sie fast in jedem Angriff ein probates Mittel. Das Resultat: nach einem 10:2 Lauf zu Beginn des Spiels entschieden sie das erste Viertel mit 22:8 für sich.

Der Grundstein für einen Auswärtserfolg im „Hexenkessel“ von Wolfenbüttel war also gelegt, doch noch lag eine Menge harter Arbeit vor den Freiburgerinnen. Drei Minuten vor der Halbzeitspause konnten sie die höchste Führung dieses Spiels verbuchen (35:17). Doch nun zogen die Wildcats an, durch Abschlüsse in direkter Korbnähe konnten sie den Rückstand bis zur Pause noch etwas verkürzen. Die Eisvögel hatten bis hierhin sehr viel richtig gemacht und hatten insbesondere gegen die gefürchteten Dreipunktewürfe ganze Arbeit geleistet. Nach der Halbzeitspause konnte Wolfenbüttel dann doch kurz auf eine Wende hoffen: die bis dahin punktlose Alex Müller führte ihr Team mit acht Punkten innerhalb von drei Minuten zu einem 11:0 Lauf – plötzlich war die Führung der Eisvögel auf einen Punkt geschrumpft (37:36). Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Mirna Paunovic und Tina Menz stellten mit zwei aufeinanderfolgenden Dreiern wieder einen deutlicheren Vorsprung her. Der Rest des Spiels ist schnell berichtet: der Abstand blieb weiterhin einstellig, doch der Sieg der Eisvögel geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Ein Selbstläufer war dieser Erfolg dennoch nicht: am Ende war den Freiburgerinnen die Anstrengung deutlich anzumerken, die Wildcats hatten es ihnen wie erwartet nicht einfach gemacht. Ein echter Arbeitssieg also, bei dem sich wieder einmal auszahlte, dass die Eisvögel in diesem Jahr fast immer komplett spielen – und trainieren – können. Mit zwei Punkten im Gepäck war auch die zehnstündige Heimfahrt sehr erträglich. Schon hier ging der Blick weiter nach vorne: am kommenden Sonntag ist mit dem Herner TC eine Mannschaft zu Gast, die sich in der vergangenen Woche nochmals mit zwei Neuzugängen aus Serbien und den USA verstärkte. Dann gilt es für die Freiburgerinnen, aus dem Traumstart eine richtige Serie zu machen.

Foto: Patrick Seeger