SC Rist Wedel: Testspielwochenende der Damen bringt positive Erkenntnis

Seit dreieinhalb Wochen schwitzen die 1. Damen des SC Rist Wedel in der Saisonvorbereitung. Nicht viel Zeit, um einen guten athletischen Zustand herzustellen und gleichzeitig ein taktisches Grundgerüst aufzubauen. Deshalb kam das Vorbereitunsturnier der Holstein Hoppers zwar etwas früh, doch Trainerin Gundula Laabs sah auch die Vorteile des Termins: „So bleiben uns nach dem Turnier noch mehr als vier Wochen bis zum ersten Punktspiel, um an unseren Defiziten zu arbeiten.“ Drei Spiele standen in der Vorrundengruppe auf dem Programm: erster Gegner war der Walddörfer SV, der in der vergangenen Saison aus der 2. Regionalliga abgestiegen war. Danach folgte die Partie gegen den Erstligisten aus Rotenburg und abschließend das Spiel gegen einen Bezirkoberligisten aus Bremen.

Die Spiele gegen WSV und Bremen wurden beide mit über 40 Punkten gewonnen, und alle Spielerinnen konnten Einsatzzeiten sammeln. Grundstein für die hohen Erfolge war eine erfolgreiche Ganzfeldpresse und ein tempogeladenes Offensivspiel. Erstmalig spielte Centerin Katharina Kühn mit dem jungen Team und zeigte, dass ihre Routine nicht nur beim Rebound, sondern auch in der Pressverteidigung Gold wert ist. Daneben überzeugten die jungen Guards Franzi Schreiner und Laura Schroeder neben Routinier Nele Schmidt und Sina Borchert mit schönen Offensiv- Aktionen

Das dritte Gruppenspiel gegen Rotenburg ging dagegen mit 28: 53 deutlich verloren, da das Rist-Team gegen die ungewohnt harte Verteidigung gerade offensiv nie ins Spiel fand.

So hieß der Halbfinalsgegner am nächsten Tag SCAL. Ohne Respekt, aber auch leider ohne Katharina Kühn wollten die Rolandstädterinnen aufspielen und dies gelang ihnen auch. Unermüdlich wurde im Ganzfeld Druck erzeugt und offensiv ein hohes Tempo gespielt. Angeführt von einer überragenden Katharina Körner und denen in wichtigen Momenten punktenden Guards Simita Kaur und Sonja Baulecke konnte der ehemalige Kooperationspartner, der in der 1. Regionalliga an den Start geht, überraschend mit zehn Punkten geschlagen werden.

Daraufhin wartete erneut Rotenburg im Finale auf das Rist-Team und ein weiteres Mal musste man sich der körperlichen Überlegenheit und Erstligaroutine schon nach wenigen Minuten beugen. „Natürlich ist es nicht schön, ein Finale hoch zu verlieren“, bilanzierte Trainerin Gundula Laabs, „aber ein zweiter Platz hier ist mehr als wir erwartet haben und ich bin stolz darauf, wie wir größtenteils gespielt haben. Unser Konzept geht auf, und wir sind in der Lage, unsere fehlende Größe durch schnelles Spiel zu kompensieren. Nun werden wir noch viel im athletischen und individuellen technischen Bereich arbeiten, dann sind wir meiner Meinung nach bereit für die Saison.“

Quelle: SC Rist Wedel e.V. (http://www.scrist-wedel.de/)