SC Rist Wedel: Da war mehr drin – Niederlage gegen Wolfenbüttel

Diese Niederlage war ebenso ärgerlich wie unnötig. Die Herren des SC Rist (2. Bundesliga Pro B) unterlagen den Herzögen Wolfenbüttel mit 64:70 und litten dabei insbesondere unter einem verkorksten Schlussviertel (8:20), in dem die Gäste aus Niedersachsen geschickt von den Wedeler Fehlern profitierten und somit den Sieg einfuhren. „Wir hatten eindeutig zu viele Ballverluste. Und wenn man dann auch noch schlecht trifft, dann verliert man eben. Bei mir ist die Stimmung im Keller“, sagte Coach Özhan Gürel bedient.

Die Rister erwischten den besseren Start in die Partie und führten nach drei Minuten mit 6:2. Die Gastgeber wirkten konzentriert und entschlossen, der Niederlage gegen Schwelm nun zum Rückrundenauftakt einen Sieg folgen zu lassen. In der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts drehten zwar Benedict Seebode und Henje Knopke das Geschehen zugunsten der Herzöge, doch eine Tendenz in die eine oder andere Richtung war zu dem Zeitpunkt noch nicht auszumachen. Ein 12:0-Lauf ließ die Rister aus einem 18:24-Rückstand eine 30:24-Führung machen, dank guter Verteidigung und eines auf vielen Schultern verteilten Scorings schien die Mannschaft von Trainer Özhan Gürel auf dem richtigen Weg.

Und man legte nach, setzte sich bis zur 24. Minute auf 47:34 ab. Doch Wolfenbüttel konnte sich auf seinen Kapitän Knopke verlassen, der die Herzöge im Spiel hielt und bis zur letzten Viertelpause noch zehn Punkte erzielte. Die Rister hingegen hatten mittlerweile und komischerweise Ladehemmung. Im Schlussabschnitt dauerte es mehr als sechs Minuten, ehe wieder ein Korb für die Wedeler fiel. Da sich auch die Gäste (noch) zurückhielten, war die Partie immer noch ausgeglichen. Doch mit drei „Dreiern“ (zweimal Knopke, einmal Sexton) innerhalb von anderthalb Minuten brachten die Herzöge den Hausherren einen 59:65-Rückstand bei. Michel Leger und Marlon Pompey verkürzten auf 64:65, doch nach einem erfolgreichen Mitteldistanzwurf von Brandon Giles führte Wolfenbüttel 24 Sekunden vor Schluss mit 67:64. Alle Bemühungen, die Wende noch zu bewerkstelligen, schlugen fehl. Die Niedersachsen blieben cool und brachten den Auswärtssieg unter Dach und Fach.

Am kommenden Wochenende absolvieren die Rister eine Doppelschicht im Großraum Berlin. Am Freitagabend geht es zu Eintracht Stahnsdorf, am Sonntag muss das Team von Coach Özhan Gürel dann bei ALBA Berlin II ran.

Statistik:

SC Rist (Punkte): Leger (16), Pompey (9), Duah, K. Gausa, Moysich (je 8), Delic, Kiese (je 6), Parohl (2), Maraite (1), Dostal, Laatzen, Wichers.

Herzöge Wolfenbüttel (Punkte): Knopke (22), Kemp (15), Seebode, Sexton (je 9), Boone (6), Giles, Granz (je 4), Nawrocki (1), Schwarz.

Schiedsrichter: Dominik Bejaoui/Nils Fronda

Quelle: SC Rist Wedel e.V. (http://www.scrist-wedel.de/)