Nur 21 erzielte Punkte nach der Halbzeit und damit weniger als alleine im zweiten Viertel gaben beim Duell des SC Rist (2. Bundesliga Pro B) gegen den SC Rasta Vechta den Ausschlag. Die Mannschaft von Özhan Gürel und Sebastian Gleim unterlag in Niedersachsen mit 61:81 und wartet somit weiter auf den ersten Auswärtserfolg der Saison.

Dabei stimmte der Spielbeginn durchaus optimistisch. Die ohne Florian Moysich (beruflich verhindert) und Marlon Pompey (Bänderverletzung) angetretenen Rister „fanden ihr Tempo in der Offense“, wie Gürel sagte und gingen konzentriert zu Werke. Vor allem im zweiten Abschnitt hielt man das Team von Pat Elzie in Schach. Einsatz und Effektivität in der Verteidigung stimmten, auf der anderen Seite des Feldes wurde insbesondere in unmittelbarer Korbnähe konstant gepunktet. Probleme bereitete den Ristern hingegen der stark aufgelegte Marvin Boadu, der gegen seinen ehemaligen Verein bis zur Halbzeit 16 seiner insgesamt 20 Zähler einsammelte. Gürel: „Wir wussten, dass Marvin ein gefährlicher Spieler ist. Er hat eine gute Leistung gezeigt.“

Nach 20 Minuten lagen die Rister folglich mit 40:36 in Führung. Doch nach der Pause begann sich das Blatt zu wenden. Michel Leger und Martin Maraite gerieten in Foulprobleme, Vechta holte erst auf, um dann in Front zu gehen und sich abzusetzen. Insbesondere Guard Matt Reid war in dieser Phase der Rasta-Antreiber. 52:50 hieß es in der 24. Minuten zugunsten des SC Rist, drei Minuten später stand es 52:62 aus Wedeler Sicht. „Es gab einen Knacks in unserem Spiel“, so Gürel. Nicht förderlich waren in dieser Hinsicht das fünfte Foul von Michel Leger noch vor dem Ende des dritten Viertels sowie der Auswechslung Steffen Kieses, der während der Woche lediglich zweimal hatte trainieren können und der eine Verschnaufpause brauchte. „Unser größtes Problem lag aber unter dem Korb“, sagte der Coach. Nur zehn Punkte gelangen dem SC Rist nach der Halbzeit aus der Nahdistanz, während es in den ersten beiden Vierteln noch deren 22 waren. Während des Schlussabschnitts lief in der Offense dann kaum noch etwas, der Vorsprung Vechtas wuchs zeitweise auf 24 Punkte an.

Ihre nächste Partie absolvieren die Rister am kommenden Sonnabend, den 23. Oktober. Dann wieder in Steinberghalle, und zwar gegen die Uni-Riesen Leipzig.

Statistik:

Viertelergebnisse (aus Wedeler Sicht): 18:21, 22:15, 14:28, 7:17

SC Rist (Punkte): K. Gausa (13), Maraite (12), Hollmann, Leger (je 10), Kiese, Laatzen, Parohl (je 4), Delic, Dostal (je 2), Duah, E. Gausa, Wichers.

Quelle: SC Rist Wedel e.V. (http://www.scrist-wedel.de/)