Lee Jeka / SC Rist Wedel (Bild: Claus Bergmann/www.crispy-images.com)

Die 1. Herren haben sich eine spielfreie Woche verdient. Im Play-off-Achtelfinale gewann die Mannschaft von Headcoach Sebastian Gleim nach dem 69:62 zum Auftakt der Best-of-three-Serie auch den zweiten Vergleich mit den Licher BasketBären in Hessen 89:72 (48:31) und stehen in der Runde der letzten Acht. Damit sind die Wedeler eines von bislang nur drei Teams, die das Viertelfinal-Ticket im Eiltempo lösen konnten. Den nächsten Gegner der Rister ermitteln am Dienstag, 25. März, die Uni-Riesen Leipzig und die SuM Baskets Braunschweig in einem Entscheidungsspiel.

Glückwünsche zum Viertelfinal-Einzug gab der gebürtige Hesse Gleim, der den Aufenthalt in der Heimat mit einem Besuch seiner Mutter verband, postwendend an sein Team weiter. „Die Jungs haben ein sehr gutes Spiel gemacht, waren die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen.“

Nicht verschweigen wollte der Headcoach allerdings, dass sein Team vor fast 1000 Zuschauern in der Licher Dietrich-Bonhoeffer-Halle zwei schwächere Phasen zu überwinden hatte. „Es war ein kurioses Spiel“, sagte Gleim. So hätten die Wedeler zu Beginn nicht in die Partie gefunden und sich im dritten Viertel zu passiv verhalten, im Schlussabschnitt aber alles richtig gemacht. „Wir haben den BasketBären nur noch schwierige Würfe gestattet und es auch geschafft, einige Schlüsselspieler zu stoppen.“ Dazu gehörte neben dem ansonsten treffsicheren Daniel Dörr, der im Angriff komplett leer ausging, auch Spielmacher Joey Fuca, der in Wedel aufgrund einer Oberkörperprellung hatte passen müssen.

Zu den Wedeler Sieggaranten in Lich zählte neben Diante Watkins und Topscorer Lee Jeka erneut Janis Stielow. Er traf mit perfekter Quote aus dem Feld und brachte es auf 14 Punkte. „Janis hat außerdem extrem stark verteidigt und der Mannschaft damit unheimlich viel Schwung gegeben“, sagte Gleim. Beeindruckend war auch die Leistung von Innenspieler Fabian Böke. Der 2,08-Meter-Mann sicherte seinem Team unter dem eigenen Korb zehn Rebounds, erzielte zudem neun Punkte und verpasste damit ein Double-double denkbar knapp.

Für die Rister zahlte es sich letztlich aus, dass sie bereits einen Tag vor der Partie nach Hessen gereist waren und eine einstündige Übungseinheit in der Spielhalle absolviert hatten. Ansonsten sei die Vorbereitung auf Play-off-Spiel zwei alles andere als optimal verlaufen, sagte Gleim. „Unter der Woche konnten wir nur einmal in Wedel gemeinsam trainieren.“

Umso erleichterter ist der Rist-Coach, dass sein Team mit überwiegend voll berufstätigen Spielern kein drittes Mal gegen die BasketBären antreten muss, sondern sich schon jetzt auf die am Sonnabend, 29. März, in der Wedeler Steinberghalle beginnende Viertelfinalserie fokussieren kann. Im Zwiespalt ist Sebastian Gleim darüber, welches gegnerische Team ihm und seiner Mannschaft lieber wäre. „Spiele gegen die Uni-Riesen Leipzig hätten den Reiz des Neuen, Braunschweig wäre für uns leichter zu erreichen.“ Letztlich aber seien die Play-offs ohnehin kein Wunschkonzert. „Wir nehmen alles, wie es kommt.“ Und egal, gegen wen die Rister im ersten Viertelfinalspiel am Sonnabend in der Steinberghalle treffen, gilt wieder das Motto: Wir spielen alle in Gelb! Die Rister hoffen wie im Heimspiel gegen Lich auf eine tolle Play-off-Atmosphäre und rufen die Fans auf, in gelben Shirts, gelben Pullis, mit gelben Mützen und gelben Schals ausgestattet in die Halle zu kommen.

Statistik: Viertelergebnisse: 24:20, 7:28, 31:15, 10:26.

SC Rist (Punkte): Lee Jeka (23), Diante Watkins (18), Janis Stielow (14), Davey Hopkins (10), Fabian Böke (9), Christoph Roquette (7), Jens Hirschberg (4), Fabian Strauß (3), Paul Owusu (1), René Kindzeka, Jonas Laatzen.

Quelle: SC Rist Wedel e.V. (http://www.scrist-wedel.de/)