Trainer Michael Koch / medi bayreuth (Bild: Christian Haberkorn)

History repeats itself: Schon einmal debütierte ein Bayreuther Trainer beim Gastspiel in Trier. In der Saison 2011/12 feierte Marco van den Berg seinen Einstand als Head Coach des BBC, knapp verlor man die Partie mit 68:62. Am Freitagabend ab 20 Uhr wiederholt sich das Ereignis, wenn Michael Koch erstmals als Cheftrainer von medi bayreuth an der Bande stehen wird. Am 16. Spieltag der laufenden Saison versuchen die Oberfranken ein weiteres Mal, endlich zum ersten Mal auf fremden Parkett die Punkte einzufahren.

Für den neuen Head Coach bot sich nur wenig Zeit auf die Vorbereitung zum Spiel. Die meisten Spieler kannte Michael Koch aus den letzten Jahren: „Abgesehen von Brian Qvale und Will Conroy kenne ich alle Jungs, kenne ihre Art zu spielen und habe auch mit den meisten schon ein Wort gewechselt.“ Während der knapp acht Jahre in Bonn arbeitete Koch auch schon mit Ronnie Burrell und Kyle Weems zusammen. „Sie können der Mannschaft sagen, dass nun ein Trainer da ist, der die Sachen so und so anpackt“, sagt Koch, „das erleichtert die Aufgabe.“

„Es ist eine Kopfsache“

1Im Hinblick auf das Spiel in Trier ist die Marschroute klar: „Taktisch möchte ich die Systeme von Predrag Krunic größtenteils übernehmen, es bringt nichts, alles über den Haufen zu werfen und bei null anzufangen. Aber ich habe auch meine Prioritäten und versucht, ein, zwei Systeme neu einzubauen. Wir haben kein Problem im Angriff, sondern vor allem in der Defensive. Das ist in der aktuellen Situation eine Kopfsache. Wir müssen Feuer in die Mannschaft bringen, Emotionen und Spaß. Die Verkrampfung muss gelöst werden, denn eines steht fest: Der Kader ist viel stärker als der Tabellenplatz. Was ich noch umstellen möchte ist die Rotation, Spieler wie Peter Zeis oder Simon Schmitz definieren sich über die Verteidigung und ich will versuchen, mit mindestens zehn Spielern zu spielen, auch um die Leistungsträger zu entlasten. Nach dem Abgang von Sead Sehovic wird Beckham Wyrick in den Kader zurückkehren, Bryan Bailey ist noch nicht soweit. Vielleicht klappt es bei ihm aber schon gegen Tübingen.“

Nach 15 absolvierten Spielen liegt die von Henrik Rödl betreute Mannschaft der TBB Trier auf dem 13. Tabellenplatz. Bislang gab es drei Siege in eigener Halle. In der Arena Trier gewann man gegen den MBC, Tübingen und Würzburg. Auswärts gab es ebenfalls drei Erfolge: In Ludwigsburg und – mit einem kleinen Ausrufezeichen versehen – in Ulm sowie am zweiten Weihnachtsfeiertag mit einem klaren 66:86 in Bonn. Mit den derzeit sechs Siegen liegen die Mannen aus der ältesten Stadt Deutschlands am Ende des oberen Mittelfeldes und haben zwei Erfolge mehr auf ihrem Konto als Tabellennachbar Bremerhaven.

Vier Spieler der TBB kommen im Schnitt auf zehn oder mehr Punkte. Ganz vorne findet man Trevor Huges (Shooting Guard, USA, 26, 183 cm, Pieno Zvaigzdes Pasvalys/Litauen), dessen 16,2 Zähler pro Partie den fünftbesten Wert der gesamten Liga darstellen – dazu kommen 3,9 Assists. Es folgt der beste deutsche im Kader, Andreas Seiferth (Center, 24, 209 cm). Der Allstar Day-Teilnehmer erzielt 12,3 Punkte pro Spiel und führt Mannschaftsintern mit 5,4 Rebounds. Jermanie Bucknor (Small Forward, Kanada, 30, 201 cm) kommt auf 10,2 Zähler, bei Namensvetter und Landsmann Jermaine Anderson (Point Guard, 30, 188 cm, New Yorker Phantoms Braunschweig) sind es glatte 10,0.

Wiedersehen mit Stefan Schmidt

Es folgen der sprungstarke Vitalis Chikoko (Power Forward, Simbabwe, 22, 207 cm, 8,9 PpS., 5.2 RpS.), der beste Dreierschütze der Mannschaft, Laurynas Samenas (Shooting Guard, Litauen, 25, 192 cm, BC Siaulai/Litauen, 8,5 PpS.), Warren Ward (Small Forward, Kanada, 24, 196 cm, University of Ottawa/Kanada, 6,1 PpS.) sowie Mathis Mönninghoff (Shooting Guard, 21, 200 cm, 6,1 PpS.) und der langjährige Bayreuther Center Stefan Schmidt (24, 207 cm, 3,2 PpS.).

Komplettiert wird der Trierer Kader von Andreas Wenzl (Center, 20, 210 cm, 2,2 PpS.), Marin Petric (Point Guard, 33, 190 cm, Giants Düsseldorf, 0,9 PpS.) und den beiden nur wenig eingesetzten Anthony Canty (Point Guard, 22, 183 cm, Eisbären Bremerhaven) und Luca Buntic (Center, 20, 207 cm).

In den letzten drei Jahren gab es sechs Partien zwischen Trier und Bayreuth. Dabei fällt die Bilanz mit 4:2 Siegen zu Gunsten der Oberfranken aus. Bis auf die beiden letzten Spiele in Trier konnten alle Spiele gewonnen werden. Das 61:71 am neunten Spieltag der Saison 2010/11 war dabei ein ganz besonderer Erfolg: Der erste Auswärtssieg nach der Rückkehr in die Beko Basketball Bundesliga.

Spiel im Radio und Webstream

Das Spiel bei der TBB Trier kann sowohl im Radio als auch im Internet-Stream verfolgt werden. Für Radio Mainwelle wird sich Sven Ammon auf den Weg nach Rheinland-Pfalz machen. Via www.tbb-trier.de/livestream kann man sich zudem ein Bild vom Debüt von Trainer Michael Koch machen.

Quelle: BBC Bayreuth Spielbetrieb GmbH (http://www.bbc-bayreuth.de/)