Germany’s Reality Check-Check von Squad-Streetball

Vergangenes Wochenende fand der Germany’s Reality Check in Köln-Kalk statt und Squad-Streetball besuchte das Turnier zum ersten Mal und mischte sich unter die zahlreichen Zuschauer. Für 5 Euro Eintritt gelangt man in die wirklich tolle Abenteuerhalle. Durch die Nähe der Zuschauer zum Spielfeld entsteht eine super Atmosphäre bei entsprechender Action auf dem Feld. Nach der schweren Suche nach einem Sitzplatz konnte der Spaß losgehen. Mit den letzten beiden Viertelfinalspielen, sowie beiden Halbfinal bzw. dem Finalspiel standen uns noch 5 Spiele bevor. Diese waren spielerisch alle sehr gut – auf einem hohen Level. Es waren viele schöne Aktionen zu bestaunen, die das Publikum immer wieder zum Aufstehen bewegten. Das Rahmenprogramm diente wohl hauptsächlich dazu, den weitergekommenen Teams eine Pause zwischen den Spielen zu gönnen.

Der „1on1 Freestyle Battle“ war etwas mau, allerdings entsprach er nicht meinen Erwartungen. Gott sei Dank war es nicht ein ständiges Versuchen, dem Gegenspieler durch die Beine zu dribbeln, manche Spiele waren normale 1on1 Games. Ungleich Duelle und schwache Wurfquoten machten diesen Part allerdings recht zäh. Joel Mondo gewann am Ende ziemlich unterfordert den Pokal, aber konditionell sah auch er nicht topfit aus. War eine Verletzung Schuld oder vielleicht die am Vorabend gefeierte Players-Party? Man weiß es nicht….

Die Tanz- und Gesangseinlagen waren alle gut, brachten ein wenig Abwechslung in den Tag. Eine besondere Überraschung hatte sich der Initiator Jon, übrigens wieder mit Afro, goldener Maske, karierten Strümpfen und goldenen Schuhen mit Flügeln unterwegs, allerdings noch für die Menge ausgedacht. Vor dem Finale gab es keine Hymnen sondern eine Opern-Einlage einer lokalen Opernsängerin. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, trotzdem war dieser Part außergewöhnlich für so ein Turnier, also war der gewünschte Effekt da. Der Dunking-Contest fiel leider aus, trotzdem ließen sich ein paar anwesende Dunker nicht lange bitten und stopfen ein paar Minuten mit „The Dunkfather“ Kadour Ziani um die Wette.

Das Finale bestritten das Team aus Paris und das Team aus Hannover. Ein Spiel mit zwei Halbzeiten, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Hälfte Eins bot dem zuschauenden Auge ein Spektakel. Streetball vom Allerfeinsten wurde gespielt. Dreierserien, Dunks und crazy 1on1-Situationen brachten die Ränge zum ausrasten. Das war ein Genuß für das Auge. Die zweite Halbzeit war dagegen eher enttäuschend. Während die Pariser sich eher auf Krawall machen konzentrierten, spielten die abgezockten Hannoveraner ihr Ding weiter runter und gewannen am Ende das Turnier deutlich und verdient.

Fazit: Die Veranstaltung sollte man sich als Streetballfan auf jeden Fall mal anschauen. 5 Euro ist wirklich keine Welt und dafür bekommt man auch Einiges geboten. Wir werden dieses Turnier auf jeden Fall nun jedes Jahr in unseren Kalender schreiben und freuen uns schon auf den Reality Check 2009.