Wer letztes Jahr bei der Streetballmeisterschaft dabei war, erinnert sich nur zu gut an die eisigen Temperaturen. Aus diesem Grund verlegte der DBB die Meisterschaftsspiele um über einen Monat nach vorne. So machte sich unser Team am 4. September bei vielversprechenden 12 °C auf den Weg nach Münster. Wie auch letztes Jahr fand das Event in den OSMO-Hallen am Hafen statt. Nach einem Jahr in der gewohnten SPAir Garden Dreierkombo Patrick, Sebastian und Sven musste Sebastian dieses Mal berufsbedingt passen, sodass Jan-Eike sein Debut im Team gab. Am Samstag wurden von 11:00 Uhr bis 18:30 Uhr die Vorrundenspiele ausgetragen.

Wir spielten in einer 6er Gruppen mit für uns durchweg unbekannten Teams. Nach 100 reinen Streetballminuten und schönen Pausen am Kanal bei bestem Sonnenschein, standen am Ende des Tages drei Siege zwei Niederlagen gegenüber. Allerdings war man sich einig, dass man mit etwas aggressiverer Verteidigung alle Spiele hätte gewinnen müssen. Letztendlich belegten wir also nur den dritten Platz in unserer Gruppe. Da nur der Erste und Zweite jeder Gruppe sicher ins Achtelfinale einzog, mussten wir hoffen, dass unsere Platzierung gut genug war, um einen der vier letzten Achtelfinalplätze zu bekommen. Unwissend über unser Weiterkommen rechneten wir auf dem Heimweg unsere Korbdifferenz aus und waren uns sicher, mit +23 zu den besseren Drittplatzierten zu gehören.

Am Sonntag um 9:00 Uhr waren wir dann wieder am Ort des Geschehens und mussten mit Bedauern feststellen, dass wir den Sprung ins Achtelfinale verpasst hatten. Per Los wurden vier Drittplatzierte aus den sechs Gruppen für ein Weiterkommen gezogen. Nicht nur unser Team fand dieses Verfahren für einen Wettkampf alles andere als optimal. Wir gehörten zu den beiden Teams, die nicht gezogen wurden und mussten in der Loosers-Runde um Platz 17 bis 23 spielen. Durch drei ungefährdete Siege in unserer Gruppe mit vier Teams, konnten wir somit den 17. Platz von 36 Herren Teams belegen. Mehr war an diesem Wochenende nicht mehr drin. Den angestrebten Platz unter den Top 10 verspielten wir bereits am Vortag durch die beiden unnützen Niederlagen.

Dennoch war das Wochenende ein schönes Erlebnis. Das Wetter passte, teilweise fand man mehr Baller vor als in der oftmals kälteren Industriehalle und durch einen lockeren Spielplan am Sonntag hatten wir genug Zeit mit vielen bekannten Teams und Leuten zu quatschen und natürlich auch einige andere, spannende Spiele anzuschauen.