Basketball macht einfach Spaß, das sieht man den Schülern der Eibenhorst-Schule an. Und wenn dann noch echte Profis das Training übernehmen, dann schwitzt es sich noch einmal so gut. Kürzlich konnten die Fünf- bis Achtklässler tüchtig schwitzen, denn zwei EWE-Baskets-Spieler hatten das Training für zwei Stunden in die Hand genommen. Gar nicht so einfach, den Basket-Ball nacheinander um Brust, Hüfte und Knie zu drehen. Und das war nur zur Aufwärmung – beim Spiel geht es für die Schüler der Förderschule für den emotional-sozialen Bereich richtig zur Sache.

Dribbeln ist angesagt, das Zupassen und der korrekte Korbwurf. Point Guard Dominik Bahiens de Mello und sein amerikanischer Teamkollege, Point Guard Mustafa Abdul-Hamid, legen viel Wert aufs Detail. Handhaltung, Körperhaltung und Bewegung werden genauestens unter die Lupe genommen. Und der Erfolg bleibt nicht aus: Ein Ball nach dem anderen landet in den Körben der Turnhalle an der Brakenhoff-Schule. Selbstverständlich ist das nicht! „Unsere Schüler haben häufig eine sehr geringe Frustrationsgrenze. Da können kleine Misserfolge schon mal große Wirkung haben“, erläutert Sozialarbeiter Christian Hinrichs. Zusammen mit drei seiner Kolleginnen beaufsichtigt er die Aktion und greift ein, wenn nötig. Nötig wird es aber nicht, denn die Kinder sind hochmotiviert. „Das macht einfach Spaß mit solchen Profis zu spielen“, freut sich Lukas, ein hoch aufgeschossener Jugendlicher, der erst seit wenigen Wochen bei der Basketball-Gruppe der Eibenhorst-Schule mitmischt und sich schon als kleines Talent entpuppt.

Vor acht Jahren sei die Gruppe gegründet worden, nachdem die Schülerzeitung über die EWE Baskets berichtet hatte. Seither nimmt sie regelmäßig am „Baskets at school“-Programm teil, bei dem zwei Spieler in die jeweiligen Schulklassen gehen, um den Jugendlichen Tricks und Kniffe dieses Sportes zu zeigen. Seit vier Jahren wird außerdem regelmäßig ein Streetball-Turnier für Schulen im gesamten Weser-Ems-Bereich ausgerichtet. Für die Eibenhorst-Schüler, die nicht selten mit sehr harten persönlichen Schicksalen zu kämpfen haben, ist das mehr als nur Sport: „Wir merken eine deutliche Verbesserung im Sozialverhalten. Das Team hält zusammen und kümmert sich um diejenigen Mitglieder, denen es schlecht geht. Und auch faires Verhalten wird immer wieder eingefordert“, hat Hinrichs beobachtet. Zum Schluss der schweißtreibenden Stunden darf natürlich das obligatorische Autogramm auf T-Shirts, Schuhen oder Fotos nicht fehlen – würdiges Ende einer gelungenen Sportstunde der besonderen Art.