Welch ein Dessert! Eisvögel spielen ein fantastisches TOP 4 und verabschieden sich aus einer denkwürdigen Saison mit der Bronzemedaille im Pokal. Es war ein schwerer Weg durch die Saison. Und es war ein schwerer Weg durch den Pokal. Auswärtssieg beim Play Off Teilnehmer der 2.DBBL aus Grünberg (104:58), Heimsieg gegen den Deutschen Meister TSV Wasserburg (83:79), Auswärtssieg beim BC Marburg (86:66). Und im Halbfinale wartete am Samstag Top-Favorit TV Saarlouis.

Ohne Franziska Höre, Sabrina Möller, Clara Cordes und die Langzeitverletzten Tina Menz und Juliane Hodapp machte sich das USC-Team auf in das Match gegen die momentan stärkste Mannschaft der Liga, die Saarlouis Royals. Tapfer bot man im ersten Viertel Paroli, führte gar von Minute 7 bis 10. Mirna Paunovic führte ihr Team mit 9 ihrer 18 Punkte im ersten Viertel (19:21) an. Doch die gewohnt große Rotation der Royals zeigte gegen die Achterrotation der Freiburgerinnen Wirkung. Stück für Stück setzte sich Saarlouis ab und ging mit 8 Punkten Vorsprung in die Kabine.

Aus der Kabine kamen die Eisvögel besser. Allerdings ohne Hope Foster, die sich in der 15. Spielminute den Finger ausgekugelt hatte und ins Krankenhaus musste. Mit einem 6:0 Run dockte man an den Titelverteidiger an und beim Stand von 46:48 (25. Minute) glaubte manch einer der 1100 Zuschauer an eine Überraschung. Jetzt jedoch zeigte Saarlouis ein Qualität, die in den letzten Jahren immer die Mannschaften auszeichnet, die am Ende die Deutsche Meisterschaft gewinnen: kurze, hochkonzentrierte, blitzschnelle Runs, in denen binnen weniger Minuten das Spiel entschieden wird. Über 46:56 setzte sich das Team von Trainer René Spandauw auf das vorentscheidende 50:68 (30. Minute) ab. Das war’s. Mit 63:84 qualifizierte sich Saarlouis gegen nimmermüde, dezimierte Freiburgerinnen fürs Finale, bei denen die Youngster Jule Schindler und Caro Riehle eine Lehrstunde in Sachen aggressivem 1. Bundesligabasketball erhielten. Das sollte sich am Folgetag auszahlen.

Im Spiel um Platz 3 ging es gegen die Gastgeberinnen, der NB Oberhausen, die überraschend am Vorabend den ChemCats unterlegen waren. Und welch ein Spiel, welch eine Moral und welch einen Teamspirit legten die Eisvögel vor 1000 Oberhausener Fans aufs feine Parkett der Willy-Jürissen-Halle! In ihrem letzten Saisonspiel setzte der USC Freiburg folgende Marken: 15:6 (6. Minute), 30:18 (10. Minute), 80 Prozent Trefferquote im ersten Viertel und dann der krachende Dreier von Jule Schindler zum 46:27 (16. Minute). Die 18-Jährige führte knappe 30 Minuten Regie im USC-Spiel, hatte vom Vortag gelernt und erzielte 12 Punkte.

Doch NBO kam zurück. Bracey Barker netzte sieben 3-Punkte-Würfe ein und brachte ihr Team Stück für Stück heran. 48:33, 48:40, 52:40, Halbzeit. Das Publikum war im Spiel, 54:48, 65:57 und Sekunden vor Ende des 3. Viertels bringt Barker mit einem weiteren Dreier NBO erstmals mit 65:66 in Führung. Nur vier Minuten später liegt der Gastgeber 65:77 vorn. 12 Punkte Vorsprung, 5 Minuten zu spielen, die Halle kocht. Und die Eisvögel schlagen zurück.

Seit der ersten Spielminute feierte das Team jeden einzelnen Korb. Die Bank spielte mit, sie scorete mit, sie verteidigte mit. Teambasketball. Es steht 72:83 für NBO als die Spielzeituhr noch dreieinhalb Minuten Spielzeit anzeigt. Und der USC wird das Spiel mit einem 13:0 Run gewinnen. 27 Sekunden vor Schluss die letzte Auszeit von Oberhausen. 83:83, Ballbesitz Oberhausen. Die Eisvögel stoppen erneut die NBO-Offense. Acht Sekunden – Ballbesitz Freiburg. Sarah Hayes zieht, 3 Sekunden, steckt durch auf Hope Foster, 85:83! Ende!

Welch ein Spiel! Welch eine Saison! Welch ein Ende! Die Eisvögel feiern, liegen sich in den Armen. Erneut haben sie die Bronzemedaille des Pokals gewonnen. Sie haben erstmals in ihrer Geschichte Abstiegskampf erlebt und den Fight bravurös gewonnen. Und schon laufen die Planungen für die kommende Spielzeit. Denn wer dabei sein möchte, muss jetzt an Bord kommen. Eisvögel 2008/2009 – welch eine Erfahrung! See you soon, in 2009/2010!

Quelle: www.usc-eisvoegel.de