Freiburgerinnen gewinnen entscheidendes drittes Spiel bei Donau-Ries 47:60 (25:26). Am Sonntag steht erstes Halbfinale in Marburg an. Das Saisonziel Klassenerhalt wurde frühzeitig erreicht, das Erreichen der Playoffs wenige Spieltage vor Schluss sichergestellt, und mit einem fulminanten Saison-Endspurt wurde sogar noch ein gute Ausgangsposition für die Playoffs erreicht. Dass die Eisvögel nun auch noch ihre Viertelfinalpartie gegen eines der besten Teams der Hauptrunde gewannen und damit ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft einziehen würden, hätten selbst kühnste Optimisten nicht vorherzusagen getraut. Dank einer Energieleistung wurde dies aber am gestrigen Abend Wirklichkeit – und die Eisvögel können ihrer Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen. In einer intensiven Playoff-Partie fiel die Entscheidung allerdings erst in den letzten zehn Minuten.

Davor konnte sich keine der Mannschaften deutlich absetzen. Die Eisvögel hatten zwar den besseren Start in die Partie (4:13), doch Donau-Ries stellte schnell wieder den Anschluss her. In Abschnitt zwei starteten die Gastgeberinnen gar mit sieben Punkten in Folge, bevor die Freiburgerinnen ihrerseits wieder eine Antwort fanden. Nach mehreren Führungswechseln ging es mit einem leistungsgemäßen 25:26 in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel trumpften dann zunächst die Damen aus Donau-Ries auf, während die Freiburgerinnen zwar gut verteidigten, aber im Abschluss so ihre Schwierigkeiten hatten. Beim Stand von 38:32 (28.Minuten) waren die Gastgeberinnen auf einem guten Weg, den Halbfinaleinzug perfekt zu machen. Doch die Eisvögel hatten erneut eine Antwort, in diesem Fall in der Person von Sarah Hayes: nach einem Dreipunktewurf und zwei verwandelten Freiwürfe hatten die Freiburgerinnen vor Beginn des Schlussviertels nur noch zwei Punkte Rückstand. Dabei blieb es nicht lange: einen Ballgewinn von Natalija Bondarenko verwertete Yvonne Turner mit einem erfolgreichen Korbleger plus einem Freiwurf, gleich im nächsten Angriff verwandelte Sissi Höre einen Dreipunktewurf – plötzlich lagen die Freiburgerinnen mit vier Punkten vorn (39:43). Während bei den Gastgeberinnen, die mit einer kleinen Rotation spielen mussten, langsam die Kräfte schwanden, liefen die Eisvögel nun zu Höchstform auf: ein Angriff nach dem anderen wurde erfolgreich abgeschlossen, während Donau-Ries nur noch zu wenigen Chancen kam. Beim Spielstand von 42:56 (37. Minute) war das Spiel entschieden, die letzten Minuten dienten der Ergebniskosmetik.

Den Zuschauern in der Nördlinger Hermann-Keßler-Halle und den eigens angereisten Freiburger Fans wurde also beste Playoff-Kost geboten, mit zwei Mannschaften, die sich über weite Strecken des Spiels nichts schenkten. Am Ende hatten die Gäste aus Freiburg das glücklichere Händchen und konnten sich in der spannendsten Viertelfinalserie dieser Saison durchsetzen. Während für die Gastgeberinnen die Spielzeit damit beendet ist, geht es für die Eisvögel munter weiter: bereits am Sonntag steht das erste Halbfinalspiel beim Hauptrunden-Tabellenführer Marburg an. Am kommenden Freitag steigt dann das Rückspiel in Freiburg.